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Hikikomori
von Holger Schober H sitzt in seinem Zimmer. Schon lange. Sehr lange. Allein. Niemand darf hereinkommen, auch Mutter und Schwester kommen nicht mehr an ihn ran. Irgendwann hat H einfach vergessen, wo die Tür ist. Sich entschieden, nicht mehr mitzumachen, ganz bei sich zu bleiben. Von dort aus über die Welt nachzudenken und manches an ihr so klarer zu sehen. Im Chat trifft er eines Tages Rosebud. Sie scheint ihn zu verstehen. Könnte sie sogar das rothaarige Mädchen sein, an das er sich erinnert, wenn er an früher denkt?
Menschen wie H, die sich einschließen, manchmal über Jahre, und den Kontakt zu ihren Mitmenschen abbrechen, nennt man Hikikomori – ein Phänomen, das in Japan nach Schätzungen bis zu einer Million junger Menschen betrifft. Krankheit oder Protest gegen die verqueren Erwartungen der Gesellschaft? Premiere am 26. November 2010 im Melanchthonsaal Festivaleinladung „Hikikomori" ist zur Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche nach Marburg eingeladen. Unter dem Motto "Guck', schau', spiel'" besteht die Einzigartigkeit des Festivals in der gleichrangigen Verknüpfung von Theater sehen und Theater spielen. Neben dem Besuch von mehr als 20 Produktionen aus dem In- und Ausland können regelmäßig bis zu 2.000 Kinder und Jugendliche an den ca. 100 Workshops in Schulen teilnehmen, um Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen des Theaterspiels zu sammeln und um ihre eigene Kreativität zu entfalten. Besetzung
Martina van Boxen
Regie
Michael Habelitz
Bühne & Video
Cathleen Kaschperk
Kostüme
Friederike Becht
im Video:
Pressestimmen
28. November 2010, Tim Stobbe, www.ruhrnachrichten.de: Wenn das Leben zur Qual wird |
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