Elfriede
Jelinek

Autorin

*1946 in Mürzzuschlag/Steiermark (Österreich), wuchs in Wien auf und erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Nach Abbruch des Studiums 1967 begann sie zu schreiben und zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Ihr Werk umfasst Theaterstücke, Lyrik, Essays, Übersetzungen, Hörspielen, Drehbüchern und Libretti.
2004 wurde sie mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Mülheimer Dramatikerpreis (2002, 2004, 2009, 2011) und den Else-Lasker-Schüler-Preis für ihr dramatisches Gesamtwerk. Ihre Stücke wurden in unterschiedlichsten Interpretationen u. a. von den Regisseuren Jossi Wieler, Johan Simons, Frank Castorf, Christoph Schlingensief und vor allem von Nicolas Stemann uraufgeführt.
Am Schauspielhaus Bochum hatte ihr großes Werk zur europäischen Flüchtlingskrise „Die Schutzbefohlenen/ Appendix / Coda / Epilog auf dem Boden“ im April 2016 Premiere in den Kammerspielen.