Fadhel
Jaibi

Regisseurin

*1945 in Ariana (Tunis), Tunesien, ist einer der wichtigsten Vertreter des Gegenwartstheaters im arabischen Raum. Er studierte von 1967 bis 1972 an der Pariser Sorbonne sowie an der Université Internationale de Théâtre in Paris. Anschließend kehrte er wieder in sein Heimatland Tunesien zurück, wo er seitdem als Filmemacher und Theaterregisseur arbeitet. Er gilt als einer der profiliertesten aber auch streitbarsten Regisseure des Landes. Von 1974 bis 1978 war er der Direktor des Centre National d’Art Dramatique in Tunis, wo er auch unterrichtete. Er gehörte zu den Mitbegründern des Le Nouveau Théâtre (1976), der ersten privaten Theaterkompanie Tunesiens, sowie der Theater- und Filmcompagnie Familia Productions (1994), mit der er bereits auf der ganzen Welt, unter anderem in Europa, Japan, Südkorea, Singapur, Argentinien, und dem gesamten arabischen Raum auf Tournee gewesen ist. Anlässlich des Festivals in Avignon im Jahre 2002 wurde er mit seiner Inszenierung von „Junun“ als erster arabischer Künstler ins Cloître des Célestins eingeladen. Im September 2002 wurde seine Inszenierung von „Araberlin“, im Rahmen der Berliner Festspiele aufgeführt. Seine Produktion „Khamsoun“, eine Auseinandersetzung mit dem modernen Islam, entstand im Jahr 2006 in Zusammenarbeit mit dem Theatre l’Odeon in Paris. Im April 2010 hatte seine Arbeit „Amnesia“ in Tunis Premiere. Fadhel Jaibi lehrt außerdem an verschieden arabischen Universitäten und Theaterschulen. Seine Inszenierungen, für die er mit seiner Frau Jalila Baccar meist auch die Texte schreibt, entstehen in der Regel in einer sehr intensiven und langen Proben- und Improvisationsphase gemeinsam mit dem Ensemble. 

Produktionen am Schauspielhaus Bochum

Regie in „Der Prozess
Regie in „Medea