AKTION: GOLDENES TUCH

Mit einem Spendenaufruf an alle Besucher*innen des Theaters unterstützt das Ensemble des Schauspielhauses Bochum seit Dezember 2015 in der Vorweihnachtszeit Projekte von Initiativen und Vereinen der Bochumer Flüchtlingsarbeit. Im Dezember 2017 sammelten Ensemblemitglieder erneut nach den Nachmittags- und Abendvorstellungen für verschiedene Hilfsinitiativen in Bochum. Bei dieser Aktion sind gut 30.000 Euro gespendet worden. Dafür danken wir Ihnen, auch im Namen der Hilfsorganisationen, sehr herzlich! 

Vom 3. bis zum 9. Dezember und am 25., 26. und 27. Dezember 2017 sammelten wir für:
RESQSHIP e.V.
RESQSHIP wurde im Juni dieses Jahres mit viel Bochumer Initiative gegründet. Ziel des Vereins ist es, mit einem geeigneten Schiff der humanitären Katastrophe im Mittelmeer entgegenzuwirken. RESQSHIP vereint eine Gemeinschaft aus freiwilligen ehrenamtlichen Helfer*innen, von welcher bereits ein Großteil seit 2015 im zentralen Mittelmeer im Einsatz ist.

Weltweit sind mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, unfreiwillig ihre Heimat zu verlassen und an einem anderen Ort Zuflucht zu suchen. Sie fliehen vor Kriegen, Verfolgung und Gewalt, Hunger und Perspektivlosigkeit. Eine der gefährlichsten und tödlichsten Fluchtrouten führt die Menschen über das zentrale Mittelmeer von der libyschen Küste an das europäische Festland. Im Jahr 2017 sind bereits mehr als 2.925 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Bei einer hohen Dunkelziffer müssen wir von weitaus mehr Todesopfern ausgehen.

Die meisten Gründungsmitglieder des Vereins haben bereits an Einsätzen vor Ort mitgewirkt. Sie kennen die Abläufe an Bord und die Zustände auf den Schlauchbooten. Diejenigen Menschen, die die Überfahrt überleben, sind in sehr schlechter physischer und psychischer Verfassung. Nahezu alle Geretteten berichten von der katastrophalen Situation in Libyen – von Folter und sexuellem Missbrauch, den Internierungslagern und der willkürlichen Gewalt im Land.

Im Rahmen der Aktion „Goldenes Tuch“ bittet RESQSHIP um Spenden für ein geeignetes Schnellboot, das an Bord eines jeden Rettungsschiffs benötigt wird und Voraussetzung für die Rettung der Menschen im Einsatzgebiet ist. Der Preis für ein solches Boot für den Erstkontakt mit den Flüchtenden und das Abbergen aus den überfüllten Schlauchbooten liegt bei etwa 19.500€.

Um das Vorhaben umsetzen zu können, ist der Verein in den Gründungsstädten Bochum, Freiburg und Hamburg aktiv. Hinzu kommen mittlerweile auch Unterstützer*innen in Köln, Düsseldorf, Hamm und aus weiteren Teilen NRWs.

Die Fortschritte der Arbeit, die Situation im Mittelmeer und die Menschen im Verein werden im Internet und in den Sozialen Medien dokumentiert. Wenn Sie Ihr Wissen vertiefen, sich im Verein engagieren oder ihn dauerhaft mit einer Spende unterstützen möchten, besuchen Sie gerne die Webseite.

Die Crewmitglieder und freiwilligen Helfer*innen arbeiten ehrenamtlich. RESQSHIP finanziert sich ausnahmslos durch private Spenden. Deswegen bitten der Verein um Ihre Mithilfe!

RESQSHIP e.V. 
www.resqship.org

Spendenkonto:
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE18 4306 0967 2070 814500
Vom 10. bis zum 16. Dezember und am 28. und 29. Dezember 2017 sammelten wir für:
MIRA e.V.
MIRA e.V. gründete sich im August 2000 in Bochum, um Frauen unterschiedlicher Kulturen und Ethnien einen Ort zu bieten, an dem sie sich mit ihren kulturspezifischen Erfahrungen kennenlernen, austauschen und stärken können. Der Verein bietet geflüchteten Frauen, die unter einer Traumatisierung leiden, eine psychologische Krisenberatung sowie eine therapeutische Begleitung an.

Im Rahmen der Aktion „Goldenes Tuch“ bittet MIRA um Spenden für Dolmetscherinnen. Für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit braucht der Verein Übersetzerinnen, die die Angebote der therapeutischen Beratung vermitteln können. Honorare für Übersetzerinnen liegen zwischen 30,00 und 80,00 € pro Stunde. Mit rund 8.000 € könnten alle benötigten Dolmetscherinnen für die kommenden zwei Jahre finanziert werden.

Für die auf der Flucht traumatisierten Frauen ist eine Therapie oft ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in ein normales Leben. Darum bittet der Verein um Ihre Mithilfe!

MIRA e.V.
www.mira-ev.de
Vom 17. bis zum 22. Dezember und am 30. Dezember 2017 sammelten wir für:
Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 für Flüchtlinge und Überlebende von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen. Als sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation vertritt sie einen interdisziplinären Ansatz, der von klinischer Medizin über Psychotherapie bis Sozialarbeit und Verfahrensberatung reicht und auch die Förderung von Menschenrechten umfasst.

Eine besondere Zielgruppe im Rahmen ihrer Arbeit sind Geflüchtete und Migrant*innen, die aufgrund fehlender oder unzureichender Aufenthaltspapiere von der gesundheitlichen Regelversorgung ausgeschlossen sind. Sie verfügen über keinen oder nur einen unzureichenden Krankenversicherungsschutz und können die Kosten für eine Behandlung in den allermeisten Fällen nicht privat finanzieren. Diese prekäre Situation führt häufig dazu, dass Arztbesuche vermieden und Krankheiten teilweise bis zur Grenze der  Lebensbedrohlichkeit verschleppt werden.

Die ehrenamtlich besetzte medizinische Sprechstunde vermittelt Menschen in dieser Lebenslage Termine mit fachkundigen Ärzt*innen, die sich bereit erklärt haben, diese Flüchtlinge und Migrant*innen kostenlos und anonym zu behandeln. Die Klient*innen können entweder direkt in die Sprechstunde kommen, oder über Vertrauenspersonen Kontakt aufnehmen. Im Falle einer Schwangerschaft werden auch Kontakte zu Hebammen und Krankenhäusern vermittelt.

Darüber hinaus unterstützt die MFH-Bochum die Klient*innen bei der Verbesserung ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation. Trotz des hohen Einsatzes der ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeiter*innen und Ärzt*innen fallen in diesem Arbeitsbereich jedes Jahr Kosten von ca. 8.000 € an, die gedeckt werden müssen. Hierzu zählen:

  • Laborkosten für Blutuntersuchungen etc.
  • Kosten für Medikamente 
  • Anwaltskosten zur Verbesserung der aufenthaltsrechtlichen Situation 

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die MFH-Bochum im Kampf für das Menschenrecht auf Gesundheit und helfen bei der Gesundheitsversorgung von Menschen in prekären Lebensverhältnissen in Bochum.
Am 23. Dezember 2017 sammelten wir für:
Wohnungslosenhilfe der Inneren Mission – Diakonisches Werk Bochum e.V.
Die Entstehung von Wohnungslosigkeit lässt sich weder durch individuelles Versagen noch durch eine persönliche Eigenschaft erklären. Ursächlich sind Krisensituationen und Armutsverhältnisse, die alleine nicht mehr überwunden werden können. Wohnungslosigkeit entsteht durch Faktoren, die jeden Menschen treffen können, wie zum Beispiel: Arbeitslosigkeit, eingeschränktes Leistungsvermögen, geringe Berufsaussichten aufgrund mangelnder Ausbildung, körperliche oder psychische Erkrankungen, Suchtprobleme, Schulden, Haftstrafen oder andere persönliche Krisen sowie Folgen von Armut.

Häufig sind familiäre und soziale Beziehungen weggebrochen oder haben schon früh im Leben versagt. Erschwerend kommen Unkenntnisse über die eigenen Rechte und mögliche Hilfen oder Scheu vor Inanspruchnahme hinzu. Ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren kann zum (drohenden) Verlust der Wohnung führen.

Wer die Wohnung verliert, verliert Wesentliches der bürgerlichen Existenz. Man ist (auch postalisch) nicht mehr erreichbar, kann nicht kochen, duschen, waschen und seine Habe sicher verwahren, ist ständig auf der Suche nach einem Schlafplatz, nach Essen und nach Arbeit. Dabei sind die Betroffenen der Witterung, häufig auch den Abwertungen, teilweise sogar den Aggressionen der Gesellschaft ausgesetzt.

Für die Rechte und Hilfen für diese Menschen setzt sich die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Ruhr seit über 80 Jahren ein. Sie bietet an:
  • eine Beratungsstelle für wohnungslose Männer
  • einen Tagesaufenthalt 
  • eine Übernachtungsstelle für Frauen und Männer 
  • betreutes Wohnen für (ehemals) wohnungslose Menschen 
  • die Bahnhofsmission
  • und für die besonderen Bedürfnisse von wohnungslosen Frauen die Beratungsstelle Frauen in Not

Zielstellungen der Arbeit sind die Überwindung von sozialen Schwierigkeiten gemäß § 67 ff. SGB XII sowie sämtliche notwendigen Maßnahmen, um soziale Schwierigkeiten abzuwenden, zu beseitigen, zu mildern oder deren Verschlimmerung zu verhüten. Hierzu gehören neben der Beratung und persönlichen Betreuung der Hilfesuchenden auch Hilfen zur Ausbildung, Erlangung und Sicherung eines Arbeitsplatzes und Maßnahmen bei der Beschaffung und Erhaltung einer Wohnung.

Bei der Wohnungslosenhilfe der Inneren Mission werden Menschen in Not bei der individuellen Gestaltung der ersten (oder nächsten) Schritte unterstützt und bei der Inanspruchnahme von Hilfen oder bei der Realisierung von Zielen begleitet. Weitere Unterstützungen sind beispielsweise die Möglichkeit, sich während des Tages in den Beratungsstellen und im Tagesaufenthalt auszuruhen, eine Schlafstelle zu finden, eine Postadresse einzurichten sowie weitere Hilfen zur Bewältigung der aktuellen Lebenssituation.