04.01.2017

Pressebrief Februar 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unseren nächsten Premieren am Schauspielhaus Bochum laden wir Sie herzlich ein.
 
In der Abschluss-Saison der Intendanz von Anselm Weber am Schauspielhaus Bochum haben wir erneut den niederländischen Musiktheater-Künstler Paul Koek eingeladen, eine Produktion für das Schauspielhaus zu erarbeiten. Der Künstlerische Leiter der niederländischen Veenfabriek und Leiter des Musiktheaterstudiengangs am Den Haager Konservatorium hat 2010 mit Voltaires „Candide oder der Optimismus“ die Bochumer Intendanz eröffnet und in den Folgejahren Tschechows „Drei Schwestern“ und die Musiktheaterproduktion „Moby Dick – das Konzert“ in Szene gesetzt. Nun entwickelt er gemeinsam mit sechs Darstellern des Schauspielhaus-Ensembles und dem niederländischen Elektrosound- und Video-Künstler Jeroen Hofs alias Eboman eine Adaption von Hermann Hesses berühmtem Roman „Der Steppenwolf“. Im Zentrum steht Roland Riebeling als Harry Haller, der wie ein einsamer Steppenwolf durchs Leben zieht. Erst als er die lebenslustige Hermine – gespielt von Therese Dörr – trifft und im „Magischen Theater“ von Mozart ordentlich den Kopf gewaschen bekommt, kann er wieder Hoffnung schöpfen. Die Premiere ist am 4. Februar in den Kammerspielen.
 
Im Rahmen unserer diesjährigen Koproduktion mit der Folkwang Universität der Künste inszeniert Thomas Ladwig „Homo Empathicus“ von Rebekka Kricheldorf. Pendelnd zwischen Utopie und Satire skizziert die zeitgenössische deutsche Dramatikerin in ihrem 2015 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladenen Stück eine Gesellschaft der unbedingten Harmonie. „Der Mensch ist ein Kuscheltier.“ Aber stimmt das? Kann ein friedliches Zusammenleben gelingen? Oder liegt Aggressivität gegenüber dem Fremden in der Natur des Menschen? Diesen Fragen stellt sich Regisseur Thomas Ladwig gemeinsam mit elf Schauspielstudierenden, die ein Jahr vor ihrem Abschluss die Gelegenheit haben, unter professionellen Bedingungen zu arbeiten und sich im Schauspielhaus Bochum zu präsentieren. Die Premiere ist am 16. Februar im Theater Unten.
 
Neue Dramatik aus den Niederlanden: Die Niederlande und Flandern waren 2016 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Neben Prosa zeichnet sich die niederländische Literaturlandschaft durch eine lebendige und spannende Theaterszene aus, deren Texte es in Europa noch zu entdecken gilt. Unter dem Titel „Theatertexte NL“ stellt das Schauspielhaus Bochum zusammen mit dem Deutschen Theater Berlin die Arbeiten niederländischer Nachwuchsautoren in einem „reisenden Festival“ vor. Präsentiert wird das Festival vom Toneelschrijfhuis, einer Plattform für niederländische Theaterautoren, unter der Leitung von Lot Vekemans, der Autorin von „Gift. Eine Ehegeschichte“ und Trägerin des Ludwig-Mülheims-Theaterpreises. Das jeweils zweitägige Festival findet am 13./14. Januar in Berlin statt und ist am 10. und 11. Februar in Bochum zu erleben. Die szenischen Lesungen werden in Zusammenarbeit mit den niederländischen Theaterhäusern Nationaltheater Den Haag und Theater Utrecht vorbereitet und in Bochum von Intendant Anselm Weber, Olaf Kröck, Chefdramaturg und designierter Intendant der Spielzeit 2017/2018 und Eric de Vroedt, Künstlerischer Leiter des Nationaltheaters Den Haag, szenisch eingerichtet. Neben dem Bochumer Ensemble werden Bram Coopmans und Antoinette Jelgersma aus dem Ensemble des Nationaltheaters Den Haag die zeitgenössische niederländische Dramatik präsentieren. Die Autoren der drei in Bochum vorgestellten Texte, Frank Siera, Sophie Kassies und Alex van Warmerdam, kommen zu den Lesungen ihrer Texte nach Bochum und geben in Publikumsgesprächen Ein-blicke in ihre Arbeit und die niederländische Theaterszene.
 
Herzliche Grüße

Christine Hoenmanns

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