14.03.2017

Pressebrief April 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Jan Neumann hat am Schauspielhaus bereits u. a. Fassbinders „Die Ehe der Maria Braun“ und „Bunbury“ von Oscar Wilde inszeniert. Zum Abschluss von Anselm Webers Intendanz in Bochum setzt er nun „Gefährliche Liebschaften“ von Christopher Hampton nach dem Roman von Choderlos de Laclos für die Schauspielhaus-Bühne in Szene. Die Premiere ist am 22. April.
 
Paris. Kurz vor der französischen Revolution. Die Marquise de Merteuil (Therese Dörr) spielt ein riskantes Spiel mit der Liebe. Aus purer Lust an der Zerstörung knüpft sie gefährliche Liebschaften, die die Menschen, die sie verkuppelt, zu Grunde richten. Im Vicomte de Valmont (Daniel Stock), ihrem ehemaligen Geliebten, findet sie einen kongenialen Verbündeten. Die beiden schließen eine Wette ab: Schafft er es, der verheirateten, überaus tugendhaften Madame de Tourvel die Ehre zu nehmen, soll eine Liebesnacht mit der Marquise der Preis sein. Bald aber werden die beiden selbst Opfer der Ereignisse, die sie lostraten.
 
Libertins des ausgehenden 18. Jahrhunderts tanzen einen artistischen Drahtseilakt über dem Abgrund ihrer Begierden. Doch ihr Versprechen von der freien Liebe scheitert am wahrhaftigen Liebesgefühl zu einem einzigen Menschen. Eine dekadente Gesellschaft kurz vor dem Untergang.
 
Jan Neumann inszeniert die Fassung von Christopher Hampton, die 1988 verfilmt als bestes Drehbuch mit dem Oscar prämiert wurde. Valmont und Merteuil sind Verführer und Entertainer, die ihr manipulatives Spiel mit der Kraft des ganzen Theaterapparats betreiben. Denn auch die Erotik des Theaters liegt in der ständigen Gratwanderung zwischen Authentizität und Lüge, zwischen Schein und Sein. Wie und wann können wir wahrhaftig sein, auf der Bühne, im Leben und in der Liebe?
 
Herzliche Grüße

Christine Hoenmanns

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