06.11.2017

Pressebrief Dezember 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Malalai von Maiwand, die „afghanische Jungfrau von Orléans“, löste im Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Kolonialmacht 1880 ihren Schleier und rannte mit diesem als Flagge auf den Feind zu. Die Soldaten folgten ihr und siegten. Malalai wurde zum Inbegriff weiblicher Tatkraft. Das transnationale Projekt MALALAI – die afghanische Jungfrau von Orléans von Robert Schuster und Julie Paucker verbindet diesen Mythos mit der französische Legende der Jeanne d’Arc und Schillers Drama. Im Schnittpunkt dieser weiblichen Freiheitsikonen und Gotteskriegerinnen begegnen sich französische, afghanische, deutsche und israelische Schauspielerinnen und Schauspieler. „MALALAI“ ist der zweite Versuch, ein Projekt mit der afghanischen Theatergruppe AZDAR zu verwirklichen. Nachdem sie für „KULA – nach Europa“ keine Einreiseerlaubnis bekamen, ist es nun gelungen, sie nach Deutschland zu holen. Regie führte Robert Schuster. Die Bochumer Premiere ist am 7. Dezember in den Kammerspielen.

Als europäische Erstaufführung zeigen wir am 9. Dezember Stephen Karams „The Humans. Eine amerikanische Familie in der Regie von Leonard Beck, der am Schauspielhaus Bochum bereits erfolgreich Dennis Kellys „Waisen“ in Szene gesetzt hat. Stephen Karams mit vier Tony Awards unter anderem als „Best Play 2016“ ausgezeichnetes Stück ist ein temporeiches Familienporträt, in dem Auswirkungen der Finanzkrise ebenso wie Nachwirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 im Alltag einer amerikanischen Familie spürbar werden. Entwaffnend ehrlich und unterhaltsam zugleich zeichnet der Autor eine Familie, deren amerikanischer Traum sich nicht erfüllt hat. 

Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum an Milo Rau: Am 4. Dezember vergibt die Stadt Bochum ihren Kulturpreis, den Peter-Weiss-Preis, für 2017. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und geht an den Schweizer Regisseur und Theaterautor Milo Rau. Laudatorin ist die renommierte Autorin und Publizistin Carolin Emcke, die 2016 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde. Seit 1990 wird der städtische Kulturpreis alle zwei Jahre in den Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben. Im Vorfeld der Preisverleihung, um 19:00 Uhr, zeigen wir Milo Raus „Empirein den Kammerspielen. Die Preisverleihung findet im Anschluss um 21:30 Uhr statt.

Lassen Sie uns gern wissen, ob Sie zu unseren Premieren kommen. Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.

Herzliche Grüße

Christine Hoenmanns

Pressemappe

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