Refugees Welcome!

Viele Menschen sind auf der Flucht. Sie verlassen ihre Heimat, weil sie vor Krieg, Terror und Hunger fliehen. Auch in Bochum sind viele von ihnen angekommen – und wir möchten sie in unserer Stadt herzlich willkommen heißen.

Aktion „Goldenes Tuch“

Spendensammlung für Flüchtlinge und Hilfsinitiativen
in Bochum

Mit einem Spendenaufruf an alle Besucherinnen und Besucher des Theaters unterstützte das Ensemble des Schauspielhauses Bochum im Dezember 2015 Projekte von Initiativen und Vereinen der Bochumer Flüchtlingsarbeit. Die Spendenbereitschaft war überwältigend. Anfang Dezember dieses Jahres hat das Ensemble die Aktion „Goldenes Tuch“ wieder aufgenommen und hat bis einschließlich zum 30. Dezember erneut für Bochumer Flüchtlings-Hilfsorganisationen gesammelt. 24.036,32 Euro sind bei der aktuellen Spendenaktion zusammengekommen. Das Bochumer Ensemble, das Team des Schauspielhauses und die an der aktuellen Spendenaktion beteiligten Flüchtlingsorganisationen bedanken sich herzlich bei allen Spendern!
Gesammelt wurde 2016 für aktuelle Projekte des Arbeiter-Samariter-Bund Ortsverband Bochum e.V., für die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e. V. und für den Förderverein Hustadt e. V.

Aktion vom 19. bis zum 30. Dezember 2016:
Spendenaufruf des Fördervereins Hustadt e. V. : Herrichtung des Küchenmobils als Basis für die Beschäftigung geflüchteter Menschen
Der Förderverein Hustadt e.V. gründet in 2017 ein Sozialunternehmen für den Bereich Catering (Catering von, mit und für Geflüchtete), das enormen präventiven Nutzen im Bereich der Integration durch Arbeit bietet. Parallel zur sozial-wirtschaftlichen Entwicklung wird ein Ausbildungszentrum aufgebaut, in dem geflüchtete Menschen für das Gastgewerbe qualifiziert und ausgebildet werden können.
Der Förderverein Hustadt e.V. organisiert neben seiner ideellen Tätigkeit gegenwärtig den
Bürgertreff und das Quartiersmanagement in der Bochumer Hustadt. In der inneren Hustadt im Süden Bochums leben 3.000 Menschen aus über 40 Nationen. Noch in den 2000er Jahren sah es so aus, als würde sich dieser ambitioniert geplante Stadtteil in der Nähe der Ruhruniversität zum sozialpolitischen Problemfall und zum Brennpunkt entwickeln. Heute ist die Hustadt ein lebendiger, bunter und junger Stadtteil mit guten Wohnungsangeboten und gepflegten öffentlichen Räumen. Die stabile soziale Mitte für die Zukunft der Hustadt ist der Bürgertreff HUkultur. Denn er ist – gemeinsam mit den anderen Partnern des Gemeinwesens – das lebendige Herz der Hustadt. Darüber hinaus hat der Förderverein die Basis für einen integrativen und bereits funktionierenden Geschäftsbetrieb aufgebaut. Dieser Teil der Arbeit soll nun so professionalisiert werden, dass ein funktionierendes Sozialunternehmen entsteht, das insbesondere gerade anerkannten Asylbewerbern die Chance gibt, ihre Talente und ihr kulturelles Knowhow einzusetzen (Produkte aus ihren Herkunftsländern erzeugen) und diese Menschen durch die Verzahnung von Gemeinwesenarbeit, sozialwirtschaftlichen Unternehmungen und Qualifizierungsmaßnahmen an den deutschen Arbeitsmarkt heran führt.
HUkultur stellt schon jetzt ein multikulturelles Catering her, das mit Menschen aus dem Viertel (Geflüchtete der 1. und 2. Generation der 1980er und 1990er Jahre) produziert und vermarktet wird. Für die Errichtung der Produktionsküche und des Ausbildungszentrums im Quartier in 2017 konnte der Förderverein die Finanzierung sichern. Nun soll als nächster Schritt das Küchenmobil (Kunstprojekt im Rahmen des „Detroit-Projekts“) instand gesetzt werden, um Absatzmärkte (Wochenmärkte, Kulturveranstaltungen, etc.) für die Produkte aus den Herkunftsländern der geflüchteten Menschen schaffen zu können. Das Küchenmobil ist künstlerisch und optisch bereits ein echter „Hingucker“ – jetzt gilt es, mit dem Küchenmobil ordnungstechnisch (TÜV-Abnahme) und hygienetechnisch (Abnahme der Lebensmittelüberwachung) den Anforderungen gerecht zu werden. Es muss u.a. die Achse gerichtet werden, das Dach komplett abgedichtet werden und die gastronomische Einrichtung im Küchenmobil für die Talente und die Arbeit der geflüchteten Menschen angepasst und optimiert werden. Für die Instandsetzung des Küchenmobils fallen Kosten in Höhe von 9.000 € an. Hierfür bittet der Förderverein um Spenden.
Aktion vom 5. bis zum 18. Dezember 2016:
Einstellung eines Dolmetscher/Kulturvermittler für psychotherapeutische Sitzungen
im Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 für Flüchtlinge und Überlebende von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen in Nordrhein-Westfalen. Als sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation vertritt sie einen interdisziplinären Ansatz, der von klinischer Medizin über Psychotherapie bis zur Sozialarbeit und Verfahrensberatung reicht und auch die Förderung von Menschenrechten umfasst. Sie sind gemeinnützig und finanzieren ihre Arbeit vor allem aus öffentlichen Fördermitteln, Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Seit 2003 unterhält die MFH ein Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg mit psychosozialem Schwerpunkt. Traumatisierte Flüchtlinge erhalten hier durch aufeinander abgestimmte psychosoziale und psychotherapeutische Angebote umfassende Unterstützung. Das therapeutische Setting wird ausgerichtet an den muttersprachlichen Erfordernissen der Klient*innen. Hierfür werden in der Therapie professionelle Sprach- und Kulturmittler*innen/Dolmetscher*innen hinzugezogen. Dank öffentlicher Fördermittel kann die MFH die psychologischen und psychotherapeutischen Fachkräfte finanzieren. Für die dringend benötigten Dolmetscher hingegen fehlt das Geld. Ihren Einsatz muss die MFH zum großen Teil aus Spendengeldern finanzieren. In 2016 haben sie deutlich mehr Klient*innen in ihrem Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg unterstützen können als in den Jahren zuvor. Das vervielfacht jedoch auch die Ausgaben für Sprach- und Kulturmittler*innen. Pro Einsatz kostet ein Dolmetscher durchschnittlich 45 €. Für eine Kurzzeittherapie von 20 Sitzungen sind das 900 € pro Klient*in. Jede Unterstützung, um diese Beträge zu finanzieren, ist sehr willkommen.
www.mfh-bochum.de

Aktion vom 1. bis zum 4. Dezember 2016:
Anschaffung von 50 zweisprachigen Wörterbüchern für Geflüchtete im Flüchtlingsübergangsheim „Auf der Heide“,
Arbeiter-Samariter-Bund Ortsverband Bochum e.V.
Der Arbeiter-Samariter-Bund betreibt in Bochum das Flüchtlingsübergangsheim „Auf der Heide“. Hier leben etwa 200 Bewohner*innen, überwiegend Familien mit Kindern, aus 18 Nationen. Der ASB organisiert fortlaufend Sprachlernangebote vor Ort und fördern das ehrenamtliche Engagement (z. B. Nachhilfe für Analphabeten und Schulkinder). Es zeigt sich, dass viele Bewohner*innen mittlerweile Kursbücher erhalten haben, es fehlt jedoch an Nachschlagewerken. Um den Spracherwerb der Geflüchteten in der Unterkunft weiter zu unterstützen, sollen 50 zweisprachige Wörterbücher anschaffen. Die Wörterbücher sollen den Geflüchteten leihweise zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund der großen Zahl an Bewohner*innen und da unterschiedliche Sprachen benötigt werden (z. B. Arabisch, Persisch, Kurdisch, Französisch), möchten der ASB 50 Bücher besorgen. Der Preis eines Wörterbuchs beträgt ca. 12,99 €.


Für folgende Organisationen haben wir im Dezember 2015 gesammelt:
 
Das erste Spendenziel bestand in einem finanziellen Beitrag zu einer neuen Mobilen Beratungsstelle der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V. Insgesamt spendeten die Besucher des Theaters über 12.000 Euro. Mit Hilfe der Spenden der Schauspielhausbesucher und weiterer Unterstützer sind über die Crowdfundrasing-Kampagne des Vereins insgesamt mehr als 41.000 Euro zusammen gekommen. Das bedeutet, dass zum Januar die mobile Flüchtlingsberatung mit einer guten Finanzierungsbasis an den Start gebracht werden kann, um unabhängige Information und psychosoziale Beratung direkt an den Flüchtlingsunterkünften zu ermöglichen.
 
Vom 2. bis zum 22. Dezember sammelten die Schauspieler Spenden für das Flüchtlingshilfenetzwerk Bochum-Südwest. Bei dieser Spendenaktion sind über 14.000 € zusammengekommen. Die Initiative bietet Deutschkurse für Flüchtlinge an, noch bevor diese ein Anrecht auf öffentlich geförderte Sprachkurse haben, und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge in die Bochumer Stadtgesellschaft. Von den Spendengeldern werden Unterrichtsmaterialien wie Lehrbücher und Hefte im Wert von 25,00 Euro pro Kursteilnehmer angeschafft, die bei den Flüchtlingen verbleiben. 

Vom 23. Dezember 2015 bis zum 14. Januar 2016 haben wir für den Förderverein Hustadt e.V. gesammelt. Der Förderverein organisiert Willkommenspakete im Wert von je 25,00 Euro für die bis zu 440 Flüchtlinge, die zur Jahreswende in Leichtbauhallen auf dem ehemaligen Opelparkplatz in Bochum-Laer untergebracht werden und wurden. Neben einem Heißgetränk enthalten die Pakete Gutscheine zur integrativen Veranstaltungen sowie zur Kontaktvermittlung an alle Hilfeleistungen des sozialen Netzwerkes der Hustadt (Sprachkurse, Lern-Material, Hilfe und Übersetzungsdienste bei Antragstellungen, Vermittlung von Sachspenden, Unterstützung bei Arbeits- und Wohnungssuche sowie Einladung zum Sprachcafé der IFAK im HUkultur).

Von Mitte bis Ende Januar 2016 haben wir für Integrations- und Partizipationsprojekte für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Stiftung Overdyck, Bochum, gesammelt.
Die Stiftung Overdyck betreut mit diesen Projekten momentan 47 Minderjährige in verschiedenen Einrichtungen in Bochum, die zum Teil traumatische Fluchterfahrungen hinter sich haben. Deren Grundbedürfnisse sind durch bestehende Finanzierungen des Jugendamts abgedeckt. Geldmittel fehlen aber für Aktivitäten, bei denen sich die jungen Menschen mit deutschen Jugendlichen treffen, Freizeit miteinander verbringen und sich über ihre Erfahrungen austauschen können. Für diese Angebote benötigt die Stiftung Spenden, um die Kosten für Unterbringung, Versorgung und Freizeitgestaltung während der Aktivitäten tragen zu können. Die Kosten belaufen sich auf 42,00 Euro pro jugendlichem Flüchtling.

United Voices

Singen Sie mit beim Chor des Schauspielhauses Bochum für Menschen aller Nationen!

Neugierig auf Menschen aller Nationen, auf unbekannte Lieder, Harmonien und Sprachen? Dann singen Sie mit bei „United Voices“, dem gemischten Chor des Schauspielhauses Bochum!
Unter der Leitung der erfahrenen Stimmbildnerin und Gesangslehrerin Ulrike Schubert treffen sich einmal pro Woche Menschen jeglichen Alters, Geschlechts und aller Nationalitäten, um gemeinsam zu singen – eigene und fremde Lieder, Hoch-, Pop- und Volkskultur, laut und leise, falsch und (meistens) goldrichtig.

Termine und Ort:
immer dienstags, 19:15 Uhr im kleinen Proberaum des Jungen Schauspielhauses Bochum,
Humboldtstraße 40, 44787 Bochum