Bücher, die die Welt verändern

Eine Lesereihe
Es gibt sie, die Bücher, die Teil der eigenen Biografie geworden sind, die einen entscheidenden Impuls gaben, die die eigene und die Welt anderer verändert haben. Verteilt über die Spielzeit 2017/2018 werden wir aus diesen Romanen und Erzählungen lesen. Wir haben dafür prominente Leserinnen und Leser gewonnen, die dem Schauspielhaus Bochum nahe stehen und die gemeinsam mit Ensemblemitgliedern pro Abend einen dieser großen Texte vorstellen werden. Mit dabei sind u. a. Günter Alt, Dietmar Bär, Friederike Becht, Hedi Kriegeskotte, Mechthild Großmann, Milan Peschel, Kristina Peters, Werner Wölbern, Roland Riebeling, Jana Schulz und Anke Zillich.

Die nächsten Termine:
Donnerstag, 18.1.2018, 19:30 Uhr
„Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist
Es liest Hansa Czypionka
Musikalische Interpretation: Claus Boesser-Ferrari


1538. Ein rechtschaffener, gottesfürchtiger Pferdehändler wird durch die willkürliche Schikane eines Adligen um zwei seiner Tiere betrogen. Nachdem er auf legalem Weg – vor Gericht – kein Recht erfährt, greift der Mann zur Selbstjustiz. Er beginnt seinen privaten Rachefeldzug für Gerechtigkeit, der schnell in einen blutigen, maßlosen Krieg ausartet. Selbst Martin Luther, der sich einschaltet, dem Wutbürger „Wahnsinn stockblinder Leidenschaft“ vorwirft und ihn seines christlichen Gewissens zu erinnern versucht, vermag ihn nicht zur Besinnung zu bringen. Dies ist die berühmte Geschichte des Hans Kohlhase, Bürger zu Cöln an der Spree, welche Heinrich von Kleist als historisches Vorbild für seine Novelle „Michael Kohlhaas“ (1810) diente. Doch in Kleists Erzählung steckt weit mehr als nur die Geschichte über einen Mann aus dem Mittelalter, dessen persönliche Rachefehde außer Kontrolle gerät. Angesichts der jüngsten Terroranschläge des IS und den Konflikten im Nahen Osten, aber auch den fremdenfeindlichen Bewegungen in unserem eigenen Land, evoziert die Kohlhaas-Thematik Fragen, die aktueller nicht sein könnten: Wo hört das Gerechtigkeitsstreben auf, wo beginnt das Unrecht? Wie schwer wiegt das (Un-)Recht des Einzelnen?

Die intermediale Inszenierung des Schauspielers Hansa Czypionka und des Gitarristen Claus Boesser-Ferrari entsteht frei im Moment. Jeder der beiden Künstler erzählt seine ganz eigene Kohlhaas-Geschichte. Und jeder Zuschauer ist frei, sich auf die Suche nach seinen ganz eigenen Antworten zu begeben.
Sonntag, 25.2.2018, 19:00 Uhr
„Ein Kräcker unterm Kanapee“ von Alan Bennett
Es liest Mechthild Großmann

In unserer Lesereihe ist Schauspielerin Mechthild Großmann zu Gast und liest aus Texten von Alan Bennett. Der britische Schriftsteller ist ein Meister der bitterbösen Satire. Sein Buch „Ein Kräcker unterm Kanapee“ (Verlag Klaus Wagenbach) versammelt scharfzüngige Monologe über skurrile, manchmal auch tragische Frauen.

Weitere Termine in Planung!
Vorherige Lesungen:

Samstag, 30.9.2017
„Milch und Kohle“ von Ralf Rothmann 
Es las Dietmar Bär

Freitag, 27.10.2017
„Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde
Es lasen Günter Alt und Tim-Fabian Hoffmann

Samstag, 4.11.2017
„Anna Karenina“ von Leo Tolstoi / neu übersetzt von Rosemarie Tietze
Es lasen Friederike Becht und Matthias Eberle

Samstag, 2.12.2017
„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry
© 1950 und 2014 Karl Rauch Verlag, Düsseldorf
Es las Hedi Kriegeskotte

Die nächsten Termine

Do 18.01.2018
19:30, Kammerspiele
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So 25.02.2018
19:00, Kammerspiele
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So 04.03.2018
19:00, Kammerspiele
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