Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken

Eine Rechtfertigung von Daniel Paul Schreber in einer Theaterfassung von Stefan Wipplinger und Fabian Gerhardt
Regie: Fabian Gerhardt
Der ebenso aberwitzige wie bestechend logische Text des sächsischen Juristen Daniel Paul Schreber bildet den Ausgangspunkt für eine künstlerische Expedition in die Tiefen der menschlichen Psyche. Während des erzwungenen Aufenthalts in einer psychiatrischen Einrichtung verfasste Schreber den Beweis, dass er zwar krank, aber immerhin der gottbestimmte Mittelpunkt des Universums sei. Nebenbei warf er Fragen auf, die auch heute, über hundert Jahre später, das Bundesverfassungsgericht beschäftigen. Die „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ schrieben sowohl Rechts- als auch Psychologiegeschichte. Ihre poetische Vielschichtigkeit und ihr Fantasiereichtum sind der Treibstoff für eine tiefgehende, spielwütige und humorvolle Reise, angetreten von einem Ensemble, das von Schrebers Rechtfertigungskonstrukt ebenso fasziniert ist wie zahlreiche Denker des 21. Jahrhunderts.
Uraufführung: 27. April 2018, Kammerspiele
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause 

Pressestimmen

30.4.2018
Trailer Ruhr, Benjamin Trilling
Aufklärung als Wahnwelt
30.4.2018
WDR 5 Scala, Dorothea Marcus
Wahn mit Worten
29.4.2018
WAZ, Sven Westernströer
Uraufführung in den Kammerspielen mit morbidem Charme
Günter Alt, Jürgen Hartmann und Ensemble
Therese Dörr
Raphalea Möst, Simin Soraya, Therese Dörr, Veronika Nickl
Jürgen Hartmann, Günter Alt
Jürgen Hartmann, Raphael Möst, Therese Dörr, Günter Alt
Günter Alt
Günter Alt, Jürgen Hartmann, Simin Soraya
Ensemble