Das Detroit-Projekt

All's well that ends

Installation und Performance von Heather und Ivan Morison (GB)
English Version see below
Heather und Ivan Morison haben in den vergangenen Jahren eine gemeinschaftliche Arbeitsweise entwickelt, die die Trennung zwischen Kunst, Architektur und Theater verschwimmen lässt. Ein zentrales Thema neuerer Arbeiten beschäftigt sich mit der Frage, wie Individuen Momente des persönlichen Unglücks überwinden. Für DAS DETROIT-PROJEKT entwickeln die Künstler eine Architektur des persönlichen Wandels im Zentrum von Bochum – eine schützende skulpturale Form, die einerseits keinen Ausweg bietet zugleich aber auf Möglichkeiten eines unerwarteten und radikalen Paradigmenwechsel hindeutet – ein Gebäude, das eine persönliche Veränderung in demjenigen erzeugt, der das Kunstwerk erlebt.

In der und um die Installation All’s Well That Ends entstehen theatrale Momente, eine sich langsam entwickelnde Improvisation, ein psychologisches Drama, eine Slapstick-Komödie, absurdes Theater. So zeigt sich der bewegende Kampf, innere Wahrheiten und öffentliche Wahrnehmung  in Einklang zu bringen. Persönliche Veränderung wird notwendig in einer Situation erzwungener Transformation.

Heather Peak, geboren 1973 in Desborough, Großbritannien, und Ivan Morison, geboren 1974 in Istanbul, Türkei, leben und arbeiten zur Zeit in Brighton und North Wales. Ihre Arbeiten waren u.a. bereits in Großbritannien, Australien, Kanada und den USA zu sehen. Die Morisons repräsentierten Wales bei der 52. Biennale von Venedig. Projekte und Arbeiten wurden unter anderem im Museum of Contemporary Art Sydney The Tate Modern, Whitechapel Gallery, The Southbank Centre London und Vancouver Art Gallery gezeigt.

Alexander Ritter, geboren 1984 in Karlsruhe, arbeitete nach dem Abitur zwei Jahre als Regieassistent und studierte im Anschluss Schauspiel an der Folkwang Hochschule Bochum. Nach einem Festengagement am Schauspielhaus Bochum folgten freie Arbeiten an diversen deutschsprachigen Bühnen, unter anderem dem Staatstheater Braunschweig, dem Berliner Ensemble und der GarageX Wien. 2013 inszenierte Alexander Ritter seinen ersten Theaterabend „Einmal noch Marseille“ am Rottstr5Theater Bochum, 2014 folge „Der Tod und das Mädchen“.

Edith K. „Tek“ Wilson ist Theaterschauspielerin und lebt in Houston, USA. Sie arbeitete im Main Street Theatre, Catastrophic Theater, Infernal Bridegroom Productions, Celebration Theatre und  Bobbindoctrin Puppet Theater u.a. Außerdem war sie zehn Jahre Mitglied des Stages Theater unter der künstlerischen Leitung des Gründungsdirektors Ted Swindley. 2013 war Tek Teil der Performance Slyk Chaynji von in Heather and Ivan Morison’s im DiverseWorks Artspace in Houston. Anfang 2014 führte sie Regie zu Samuel Becketts Krapp’s Last Tape.  Sie war Assistentin und Performance-Coach für Anthony Barillas Apocalypse Town, welches im DiverseWorks  2012 gezeigt wurde. 2011 verbrachte sie neun Monate an dem Crystal Theater in Gonzales, Texas, und führte Regie zu Horton Footes Stück 1918. Zurzeit arbeitet Sie an der Produktion von Alva Hascalls neuem Theaterstück Winifred, das auf dem Leben und Erfahrungen von Winifred Wagner beruht.

Die Vernissage war am MI 11. Juni 2014, 15:00 Uhr, mit Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Katja Aßmann (Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr) und den Künstlern

16. Juni-4. Juli 2014, MO-FR 10-14 Uhr, am Rathaus, Willy-Brandt-Platz, 44777 Bochum

Eintritt ist frei
ENGLISH VERSION
Heather and Ivan Morison have in recent years developed a common way of working, making art, architecture and theatre blend. A central theme of later works is the question as to how individuals overcome moments of personal misfortune. For DAS DETROIT-PROJEKT the artists develop an architecture of personal transition – a protective sculptural form placed in Bochum city centre that points to the opportunities of an unexpected radical paradigm shift, although not offering a way out. A building that induces a change in the personal mind-set of those who experience it. In the installation All’s Well That Ends and around it, theatrical moments are generated, a slowly developing improvisation, a psychological drama, a slapstick comedy, absurd theatre. Thus is shown the emotional struggle of conciliating inner truths and public perception. Personal change becomes necessary in a situation of enforced transformation.

Heather Peak, born in 1973 in Desborough, Great Britain, and Ivan Morison, born in 1974 in Istanbul, Turkey, are presently living and working in Brighton and North Wales. Their works have been shown in Great Britain, Australia, Canada und the USA. The Morisons represented Wales at the 52nd Biennial in Venice. Projects and works were shown, amongst others, at the Museum of Contemporary Art Sydney, The Tate Modern, Whitechapel Gallery, The Southbank Centre London and Vancouver Art Gallery.
Ein Projekt von Schauspielhaus Bochum und Urbane Künste Ruhr

Pressestimmen

12.6.2014
Ruhr Nachrichten, Verena Halten
Donuts in künstlerischer Kulisse
11.6.2014
WAZ, Tom Thelen
Donut-Shop im Rathaushof
Ein Projekt mit
Gefördert durch die
Das internationale Stadt- und Kunstfestival in Bochum stellt Fragen und sucht nach Antworten zur Zukunft der Stadt, der Arbeit und der Kunst in Europa. Von Oktober 2013 bis Oktober 2014.