Amerika

von Franz Kafka
Regie: Jan Klata
„Wir wollen nicht das Neueste lesen – wir wollen das Beste, das Bunteste, das Amüsanteste lesen. Ja, also Amerika“, schrieb Kurt Tucholsky in einer Kritik zur Veröffentlichung des Romanfragments „Amerika“ von Franz Kafka. Das unvollendete Werk erzählt die Geschichte von Karl Rossmann, der von seinen Eltern nach Amerika geschickt wird und nun fern der Heimat lernen muss, erwachsen zu sein. Kafkas Erzählung ist mit all dem ausgestattet, was die Literatur des Prager Versicherungsangestellten so unverwechselbar macht. Der 16-jährige Immigrant Rossmann bemüht sich nach Kräften, die Regeln in der neuen Welt zu verstehen und zu befolgen. Doch er strauchelt ständig in dieser komplizierten, verwirrenden Welt. Erst sind es die unverständlichen und ungerechten Gesetze des mächtigen, reichen Onkels, dann die kriminelle, ausbeuterische Energie der zwielichtigen Wandergesellen, später die Durchtriebenheit der älteren Liftboys im Hotel Occidental, die ihm das Leben schwer machen. Doch Karl verliert nicht seine Zuversicht. Die durchaus komische Geschichte hat viele Momente, in denen die Sache auch gut gehen könnte, wenn beispielsweise die Oberköchin des grotesken Hotels Karl Obdach und Arbeit verschafft. Und auch Glück scheint möglich in diesem überfordernden Fantasie-Amerika: Karl stellt sich zu den Engeln mit den Trompeten in die Reihe, um beim großen Naturtheater von Oklahoma auf eine Anstellung zu hoffen.
Premiere: 28. April 2011, Schauspielhaus
Dauer: 2 Stunden und 30 Minuten, keine Pause

Besetzung

Karl Roßmann
Klavierlehrer / Brunelda
Der Onkel / Oberportier
Der Heizer / Robinson
Obermaschinist Schubal / Delamarche
Kapitän / Herr Pollunder / Polizeimann
Mack, Klaras Verlobter / Josef Mendel, ein Student
Renell, ein Liftboy
Oberkassierer / Herr Green / Oberkellner
Klara / Therese Berchtold
Englisch-Professorin / Oberköchin
Matrosen, Hotelangestellte
Ensemble
Regie
Kostüme
Choreografie
Licht
Wolfgang Macher
Dramaturgie

Pressestimmen

02.05.2011
Gazeta Wyborcza, Roman Pawlowski
Klata inszeniert „Amerika“ in Bochum
30.04.2011
ruhrbarone.de, Chantal Stauder
Empire State of Mind
29.04.2011
WAZ, Britta Heidemann
Amerika als Land der unbegrenzten Illusionen
29.04.2011
Deutschlandradio, Volker Trauth
„Amerika" - Jan Klata inszeniert Kafka in Bochum
28.04.2011
nachtkritik.de, Regine Müller
Rossmanns comic-hafte Reise
Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Werner Strenger (Der Heizer), im Hintergrund: Ensemble
Dimitrij Schaad (Karl Roßmann)
Kristina-Maria Peters (Klara), Ronny Miersch (Herr Mack), Daniel Stock (Herr Green), Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Manfred Böll (Herr Pollunder)
Kristina-Maria Peters (Klara), Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), im Hintergrund: Ronny Miersch (Herr Mack)
Daniel Stock (Herr Green), Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Manfred Böll (Herr Pollunder)
Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Kristina-Maria Peters (Klara)
Bernd Rademacher (Delamarche), Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Werner Strenger (Robinson)
Ensemble
Werner Strenger (Robinson), Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Roland Riebeling (Brunelda)
Kristina-Maria Peters (Klara), Dimitrij Schaad (Karl Roßmann), Manfred Böll (Herr Pollunder), Ronny Miersch (Josef Mendel)