Candide oder der Optimismus

von Voltaire
Regie: Paul Koek
Ist das hier schon alles oder wartet die beste aller möglichen Welten noch irgendwo auf uns? Das ist die zentrale Frage, der Voltaires Roman von 1759 mit bösem Spott den weltverbesserlichen Ansichten seiner Zeit nachgeht. In seinem Roman erzählt er das Leben des unbelehrbaren Optimisten Candide, der am Hofe Westfalens vom Meister Pangloss unterrichtet wird. Der sagt, dass diese Welt die beste aller möglichen Welten sei. Doch Candide muss diese Behauptung am eigenen Leib schmerzlich überprüfen: Unsanft wird er mit einem Tritt in den Allerwertesten aus seinem herzöglichen Paradies verjagt. Trotzdem versucht er, sich die Worte des Lehrers weiterhin zu Eigen zu machen und in allem nur das Gute zu sehen – selbst als er in den Krieg gerät, einen Inquisitionsprozess, das große Erdbeben von Lissabon, Piratenangriffe und Schiffsuntergänge nur knapp überlebt. Candide irrt in einer aberwitzigen Reise, die von den unwahrscheinlichsten Zufällen und verblüffendsten Auferstehungen Totgeglaubter geprägt ist, über Meere und Kontinente. Er ist getrieben von der Hoffnung, seine geliebte Kunigunde und vor allem die beste aller Welten zu finden. Paul Koek bearbeitet mit dem Bochumer Ensemble und seiner Musiktheatergruppe diese große philosophische Erzählung zur Saisoneröffnung für das Schauspielhaus.
Premiere am 23. September 2010, Schauspielhaus
Dauer: 3 Stunden und 15 Minuten, eine Pause

Besetzung

Alter Candide
Junger Candide
Kunigunde
Pangloss / Gouverneur Buenos Aires
Paquette / Prediger in Holland / Negersklave
Alte Frau
Cacambo / Frau des Predigers
Martin / Der eine Bulgarische Soldat / Don Isachar
Baron, Jesuit / Der andere bulgarische Soldat / Pococurante
Jacob der Wiedertäufer / Inquisitor / König von Eldorado / Pater
Regie
Bühne
Kostüme
L. Janacek Arrangements & Instrumentierung
Licht
Theun Mosk, Bernd Felder
Dramaturgie

Pressestimmen

27.09.2010
Deutschlandfunk, Karin Fischer
Panorama zeitgenössischer Theaterarbeit
24.09.2010
Wanderlust Blog der Kulturstiftung des Bundes, Stefan Keim
Papsttochter mit nur einer Pobacke
24.09.2010
WAZ, Gudrun Norbisrath
„Candide“ in Bochum - das fängt ja gut an
23.09.2010
nachtkritik.de, Andreas Wilink
Gärtnern mit Muße oder Der Mut resignativer Selbstbescheidung
Jürgen Hartmann (Alter Candide), Therese Dörr (Kunigunde)
Joep van der Geest (Junger Candide), Jürgen Hartmann (Alter Candide); im Hintergrund: Therese Dörr (Kunigunde)
Jürgen Hartmann (Alter Candide), Therese Dörr (Kunigunde), Roland Riebeling (Gouverneur Buenos Aires), Joep van der Geest (Junger Candide)
Jürgen Hartmann (Alter Candide), Therese Dörr (Kunigunde), Roland Riebeling (Gouverneur Buenos Aires); im Hintergrund: Jutta Wachowiak (Alte Frau)
Therese Dörr (Kunigunde), Jürgen Hartmann (Alter Candide)
Ensemble
Jürgen Hartmann (Alter Candide), Therese Dörr (Kunigunde)
Ensemble
Jürgen Hartmann (Alter Candide), Therese Dörr (Kunigunde) und Musiker
Jürgen Hartmann (Alter Candide), Joep van der Geest (Junger Candide)
Joep van der Geest (Junger Candide), Therese Dörr (Kunigunde), Raiko Küster (Don Isachar)
Joep van der Geest (Junger Candide) und Ensemble