Das Leben ist kein Fahrrad

von Biljana Srbljanović
Regie: Anselm Weber
„Du findest dich im Leben überhaupt nicht zurecht.“ Dieser Satz ihres Vaters klingt Nadezda noch lange im Ohr. Sogar nachdem er längst tot ist. Überhaupt: Es sind die Väter, die das neue Stück von Biljana Srbljanovic bestimmen. Die anwesenden ebenso wie die abwesenden. Da ist zum einen Nadezda, die ihren Vater ins Krankenhaus bringt, weil er krank ist, obwohl er sich stur dagegen wehrt. War er nicht immer gesund? Was soll er dann in einem Krankenhaus? Eine Auseinandersetzung zwischen Tochter und Vater folgt: kämpferisch, persönlich und zutiefst berührend. Aber auch die anderen Figuren von Biljana Srbljanovic arbeiten sich an ihren Vätern ab: Kindchen wartet, eigentlich immer schon, auf den Vater, der niemals auftaucht, und findet in Ropac Ersatz – und vielleicht sogar so etwas wie Liebe. Und Aleksa, der Arzt aus dem Krankenhaus, lebt wieder bei seiner Mutter. Mit fünfzig. Auch hier ein Vater, der fehlt. Und eine Mutter, die auch das noch mit übernimmt. In einem Reigen hängen sie alle miteinander zusammen. Sie begegnen einander, obwohl sie sich eigentlich nicht kennen. Zufällig und in starken persönlichen Szenen. Und sie wissen doch nicht, wie sehr sie tatsächlich miteinander verbunden sind. Die serbische Autorin Biljana Srbljanovic gehört zu den wichtigsten Stimmen der europäischen Gegenwartsdramatik. Sie hat ihr neues Stück für das Schauspielhaus Bochum und für den Regisseur Anselm Weber geschrieben.

Eingeladen zum NRW-Theatertreffen 2012
und zum Europäischen Theaterfestival
in Novi Sad/Serbien 2012!

Vaterschmerz
Im Jahrbuch 2011 von „Theater heute“ schrieb Dramaturg Thomas Laue über
„Das Leben ist kein Fahrrad“ von Biljana Srbljanovic.
Uraufführung: 3. Dezember 2011, Kammerspiele
Dauer: 2 Stunden, keine Pause

Besetzung

Nadežda
Der Fähnrich Jokić
Die Dicke
Musiker
Regie
Bühne
Kostüme
Musikalische Leitung
Musikalische Mitarbeit
Licht
Bernd Felder
Dramaturgie

Pressestimmen

Januar 2012
Die Deutsche Bühne, Stefan Keim
Gepanzerte Seelen
04.12.2011
nachtkritik.de, Sarah Heppekausen
Zerrissene Familie, gespaltenes Land
03.12.2011
Deutschlandradio, Stefan Keim
Böses Gesellschaftsdrama
30.11.2011
Spiegel Online, Laura Hamdorf
Jeder friert für sich
Kristina-Maria Peters (Die Dicke), Jürgen Hartmann (Ropac), Xenia Snagowski (Nadežda), Andreas Grothgar (Aleksa), Musiker: Kapelsky (Jan-Sebastian Weichsel, Gregor Hengesbach, Nils Imhorst)
Xenia Snagowski (Nadežda)
Dieter Hufschmidt (Nadeždas Vater)
Dieter Hufschmidt (Nadeždas Vater), Xenia Snagowski (Nadežda)
Xenia Snagowski (Nadežda), Dieter Hufschmidt (Nadeždas Vater), im Hintergrund: Jürgen Hartmann (Ropac), Kristina-Maria Peters (Die Dicke)
Kristina-Maria Peters (Die Dicke), Jürgen Hartmann (Ropac), im Hintergrund: Kapelsky (Jan-Sebastian Weichsel, Gregor Hengesbach, Nils Imhorst)
Jürgen Hartmann (Ropac), Kristina-Maria Peters (Die Dicke), im Hintergrund: Kapelsky (Gregor Hengesbach, Nils Imhorst, Jan-Sebastian Weichsel)
Dieter Hufschmidt (Nadeždas Vater), Xenia Snagowski (Nadežda)
Xenia Snagowski (Nadežda), im Hintergrund: Dieter Hufschmidt (Nadeždas Vater)
Andreas Grothgar (Aleksa), Anke Zillich (Die Dame), Jürgen Hartmann (Ropac)
Dieter Hufschmidt (Nadeždas Vater), Henrik Schubert (der Fähnrich Jokić)
Andreas Grothgar (Aleksa), Xenia Snagowski (Nadežda), Kristina-Maria Peters (Die Dicke), Jürgen Hartmann (Ropac)