Armin
Rohde

Schauspieler

*1955 in Gladbeck als Sohn eines Bergmanns und einer Fabrikarbeiterin. Es zog ihn in die blühende Theaterszene der Region. Nach seiner Ausbildung an der Essener Folkwang-Schule, ersten Theater-Engagements in Bochum und Bielefeld und kleineren Fernsehrollen, kam für ihn der Durchbruch 1992 mit Sönke Wortmanns hinreißender Komödie „Kleine Haie“. Immer wieder spielte er seither ebenso windige wie liebenswerte Typen, wie etwa den Sportwagenfahrer „Bierchen“ in Wortmanns Kultfilm. Rohde wurde zur Idealbesetzung des Mannes mit dem Herz auf dem rechten Fleck, den er mit leichter Hand und Selbstironie verkörpert. Dabei scheint das Spektrum dieses großen Charakterdarstellers unbegrenzt, das er unzähligen Kinoerfolgen zu Gute kommen ließ, darunter „Schtonk“ (1991, Regie: Helmut Dietl), „Der bewegte Mann“ (1994, Regie: Sönke Wortmann), „Rossini“ (1996, Regie: Helmut Dietl), „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997, Regie: Wolfgang Becker) und „Lola rennt“ (1998, Regie: Tom Tykwer), „Räuber Hotzenplotz“ (2006, Regie: Gernot Roll), „Herr Bello“ (2007, Regie: Ben Verbong), in Til Schweigers Kassenschlager „Keinohrhasen“ (2007) oder „Up up to the Sky“ (2008, Regie: Hardi Sturm). Im Biografie-Film „Marlene“ (2000, Regie: Josef Vilsmair) verkörperte er den großen Emil Jannings.
Aus dem Fernsehen ist Armin Rohde seit Ende der 1990er Jahre nicht wegzudenken. Als bester Charakterschauspieler in „St. Pauli Nacht“ (Regie: Sönke Wortmann) wurde er 2000 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Für seine Rolle in dem TV-Zweiteiler „Das Wunder von Lengede“ (2003, Regie: Kaspar Heidelbach) erhielt er den Grimme Preis und den Bambi als bester Darsteller. Einen zweiten Grimme Preis gab es 2004 für „Dienstreise – Was für eine Nacht“ unter der Regie von Stefan Wagner sowie für seinen Kommissar Erichsen unter der Regie von Lars Becker. Weitere Rollen übernahm Armin Rohde unter anderem in den ARD-Produktionen „Die Zürcher Verlobung“ (2007, Regie: Stefan Meyer) und „Väter – Denn sie wissen nicht, was sich tut“ (2007, Regie: Hermine Hundgeburth). Seit 2003 sieht man ihn auch als Hauptkommissar in der ZDF-Polizeifilmreihe „Nachtschicht“.
2009 sah man Armin Rohde gleich in drei filmischen Großereignissen: in Ludi Boekens Drama „Unter Bauern“, einer realen Geschichte über die Verfolgung der jüdischen Familie Spiegel, in Uwe Jansons Eventmovie „Der Vulkan“ und Gavin Martins Kinoverfilmung „Schweitzer“, über das Leben von Albert Schweitzer, in welcher Armin Rohde als Albert Einstein zu sehen war. Als Heinrich George brillierte er in Oskar Roehlers Berlinale-Wettbewerbsbeitrag 2010 „Jud Süss“ sowie in der erfolgreichen Fußballkomödie „Teufelskicker“ und der Fortsetzung von „Freche Mädchen“.
Im Fernsehen sah man Armin Rohde unter anderem in der Ruhrpottkomödie „Ein Schnitzel für Drei“ von Manfred Stelzer sowie in den aktuellen Ausstrahlungen der „Nachtschicht“. Zudem drehte er den ARD-Thriller „Alleingang“ von Hartmut Schoen sowie die Verfilmung des bekannten Märchens „Der Meisterdieb“, welches Weihnachten 2010 ausgestrahlt wurde.
Anfang 2010 wurde Armin Rohde für sein künstlerisches Schaffen als Bester Schauspieler des Jahres mit der DIVA ausgezeichnet. Im Herbst des gleichen Jahres stand Armin Rohde in der internationalen Verfilmung „Contagion“ in der Regie von Steven Soderbergh an der Seite von Matt Damon, Kate Winslet und Jude Law vor der Kamera. Der Film wird 2011 in den Kinos zu sehen sein. Nach 9 Jahren ist Armin Rohde nun auch wieder an die Bühne zurückgekehrt. Unter der Regie von Katharina Thalbach wird er als „Cyrano de Bergerac“ am Schauspielhaus Bochum zu sehen sein.
Zudem veröffentlichte Armin Rohde im November 2009 sein erstes Buch, „Größenwahn und Lampenfieber“, und offenbart einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Schauspielerlebens.

Produktionen am Schauspielhaus Bochum

Cyrano de Bergerac in „Cyrano de Bergerac