Der Kirschgarten

von Anton Tschechow
Regie: Tamás Ascher
Deutsch von Anna Lengyel

Es geht um einen Garten, den man behalten will, aber nicht kann, weil man kein Geld, aber Schulden hat. Das kennen wir heute nur zu gut. Doch es sind nicht die Krisenjahre unseres Jahrhunderts, es sind die ebenso schwindelerregenden Jahre der vorigen Jahrhundertwende, die Tschechow beschreibt. 1904 brachte er diese leise Komödie auf die Bühne, in der es um nichts anderes geht als um einen Kirschgarten, der verkauft werden muss. Und um eine nostalgische Gutsbesitzerin, die nicht loslassen will, was sie eigentlich schon lange nicht mehr interessiert. Und um alle anderen, die nicht wissen, wer sie eigentlich sind oder was sie sein wollen. Nur Lopachin, der Kaufmann, scheint zu wissen, was er will. Meistens jedenfalls.
Und während damals wie heute Veränderungen beklagt werden, die alte Werte und hohe Ideale hinwegreißen, müssen wir uns eingestehen, dass sich so viel nicht geändert hat. Auch wir halten an unserem Garten fest und schauen staunend auf die Zeiten, die sich ändern. Das zumindest bleibt gleich. Wir sind Nostalgiker und damit immer noch Zeitgenossen Tschechows.
Premiere: 5. September 2015, Schauspielhaus
Dauer: 3 Stunden, eine Pause

Besetzung

Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, Gutsbesitzerin
Leonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder
Anja, ihre Tochter
Warja, ihre Pflegetochter
Pjotr Sergejewitsch Trofimow, Student
Charlotta Iwanowna, Gouvernante
Jermolaj Anlexejewitsch Lopachin, Kaufmann
Boris Borissowitsch Simeonow-Pischtschik, Gutsbesitzer
Firs, Lakai, ein Greis
Jascha, junger Lakai
Dunjascha, Stubenmädchen
Semjon Pantelejewitsch Jepichodow, Buchhalter
Bahnhofsvorsteher
Landstreicher
Yousef Hasan
Gäste beim Fest
Desiree Baier, Anette Brinkmann, Tim Brockmann, Günter Ermlich, Nadine Feisel, Alfred Konter, Reinhold Niedziela, Bernd Reimann, Gisbert Rüther, Harald Schulz, Carina Thomas, Ludger Wördehoff
Musiker Zweitbesetzung
Aili Deiwiks, Jan Klare

Pressestimmen

12.4.2016
Herner Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann
Der Kirschgarten_ Tamas Ascher
7.9.2015
Ruhr Nachrichten, Ronny von Wangenheim
Tschechows Figuren sind Meister im Verdrängen
7.9.2015
WAZ, Jürgen Boebers-Süßmann
Mit Humor in den Untergang
6.9.2015
Deutschlandradio Kultur, Fazit, Dorothea Marcus
Selbstgemachtes Unglück

Die nächsten Termine

Mi 07.06.2017
19:30 - 22:30, Schauspielhaus
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Zum letzten Mal
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Raiko Küster (Jascha), Juliane Fisch (Dunjascha)
Juliane Fisch (Dunjascha), Sarah Grunert (Anja)
Heiner Stadelmann (Firs), Kristina Peters (Warja)
Bettina Engelhardt (Ranjewskaja), Heiner Stadelmann (Firs)
Sarah Grunert (Anja)
Torsten Flassig (Trofimow)
Marco Massafra (Jepichodow), Raiko Küster (Jascha), Juliane Fisch (Dunjascha), Therese Dörr (Charlotta Iwanowa)
Raiko Küster (Jascha), Juliane Fisch (Dunjascha)
Heiner Stadelmann (Firs)
Bettina Engelhardt (Ranjewskaja), Martin Horn (Gajew)
Martin Horn (Gajew), Bettina Engelhardt (Ranjewskaja) Jürgen Hartmann (Simeonow-Pischtschik), Roland Riebeling (Lopachin), Heiner Stadelmann (Firs)
Sarah Grunert (Anja), Torsten Flassig (Trofimow)
Marco Massafra (Jepichodow), Juliane Fisch (Dunjascha), Raiko Küster (Jascha), Bettina Engelhardt (Ranjewskaja), Atef Vogel (Bahnhofsvorsteher), Therese Dörr (Charlotta Iwanowa) und Statisterie
Torsten Flassig (Trofimow), Bettina Engelhardt (Ranjewskaja)
Raiko Küster (Jascha), Bettina Engelhardt (Ranjewskaja), Torsten Flassig (Trofimow)
Bettina Engelhardt (Ranjewskaja)
Roland Riebeling (Lopachin), im Hintergrund: Musiker, Ensemble und Statisterie
Raiko Küster (Jascha), Roland Riebeling (Lopachin)
Roland Riebeling (Lopachin), Marco Massafra (Jepichodow)
Therese Dörr (Charlotta Iwanowa)