Tamás
Ascher

Regisseur

*1949. Als einer der renommiertesten Tschechow-Regisseure, der von Budapest bis Helsinki und Sydney tätig ist, hat Ascher in dem damals wichtigsten und besten Theater Ungarns in Kaposvár als de facto künstlerischer Leiter fungiert, wo er mit seinen Kollegen noch während der Diktatur das moderne ungarische Theater entwickelt und Jahrzehnte lang bestimmt hat. 1982 haben sie in Budapest das bis heute bekannteste ungarische Stadttheater, das Katona József Theater gegründet, das u. a. dank seiner „Drei Schwestern“-, „Platonow“- und „Iwanow“-Inszenierungen weltberühmt wurde. Seine Werke waren weltweit in über 40 verschiedenen Theatern zu sehen und sind vielfach ausgezeichnet worden, u. a. „Platonow“ 1990 mit dem Preis der französischen Theaterkritik in Paris und „Iwanow“ 2004 als beste Inszenierung beim MESS Festival in Sarajevo. 2012 inszenierte er in Sydney „Onkel Wanja“ mit Cate Blanchett als Elena. Neben Tschechow ist er gekonnter Interpret der Absurdisten, wie Ionesco, Beckett, Gombrowicz oder Horváth, aber auch sein „Don Giovanni“ in Lyon 1993 und seine „Zauberflöte“ in Malmö 2013 wurden in der Kritik gelobt. Er ist Gründungsmitglied der U.T.E. (Union des Théâtres de l’Europe) und war von 2006 bis 2014 Rektor der Budapester Theaterakademie, wo er seit über zwei Jahrzehnten unterrichtet. Generationen herausragender ungarischen Theatermacher betrachten ihn als Mentor.

Produktionen am Schauspielhaus Bochum

Regie in „Der Kirschgarten