



Deutschlandpremiere
William Shakespeare
Die Wahl von Präsident Obama ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, um das Stereotyp vom schwarzen Mann als Bedrohung der weißen Frau, das seit vier Jahrhunderten dazu herhalten muss, Wahlen zu gewinnen und Gefängnisse vorwiegend mit Schwarzen zu füllen, zu überprüfen, neu zu denken und hoffentlich zu entschärfen. Shakespeares Welt aus Betrug, Zweideutigkeit und brodelnder Erfindung verweist auf unsere Welt hastiger, digitaler Kommunikation, gedankenloser E-Mails und Dauer-Nachrichten. Shakespeare berührt die Tiefen des Unbewussten: unsere Unsicherheiten, unsere gierigen Phantasien und unseren geheimen Verrat an Grundsätzen und Menschen, die wir lieben. In diesem eindringlichen, aufwühlenden Spiel werden Menschen und Völker durch das ständige Wiederholen von Dingen, die niemand je gesagt oder getan hat, zerstört. Und Lügen werden so energisch und beständig verbreitet, dass man meinen könnte, dass die Wahrheit chancenlos sei. Halbwahrheiten haben Konjunktur. Shakespeare erkundet punktgenau unsere Neigung, den Himmel in die Hölle zu verwandeln, aber er beharrt darauf, dass wir den Himmel dennoch sehen und berühren können.
Peter Sellars ist einer der herausragenden Regisseure unserer Zeit. Die im Rahmen der RuhrTriennale gezeigte Inszenierung „Children of Herakles“ war sein letztes Projekt im Ruhrgebiet. 1994 inszenierte er bereits mit Philip Seymour Hoffman und John Ortíz Shakespeares „Kaufmann von Venedig.“
"Othello" ist eine Koproduktion derWiener Festwochen und des Schauspielhaus Bochum.
Regie Peter Sellars
Bühne Gregor Holzinger
Kostüme Mimi O'Donnell
Licht James F. Ingalls
Sound Design Mark Grey
Besetzung
Othello John Ortíz
Jago Philip Seymour Hoffman
Desdemona Jessica Chastain
Cassio LeRoy McClain
Duke Gaius Charles
Emilia Liza Colón-Zayas
Montano / Bianca Saidah Arrika Ekulona
Roderigo Julian Acosta
Pressestimmen
„Exorbitant in Sprachbehandlung und Charakterzeichnung sind sie alle: John Ortíz emotionaler Othello, Philip Seymour Hoffmans seelenwunder Jago, Jessica Chastain als eine Desdemona von fragiler Noblesse.“
(Süddeutsche Zeitung)
„Peter Sellars, der amerikanische Wundermann der Regie, der nun bei den Wiener Festwochen eine neue, epochale Deutung des Stücks inszeniert hat, gestaltet die Verhältnisse komplexer, als es bei Shakespeare den Anschein hat. Heißt das Stück üblicherweise „Zwei gegen alle“, also das liebende Paar gegen den Rest der Welt, so gilt bei Sellars: Jeder gegen jeden.“
(Süddeutsche Zeitung)
„Überhaupt wird hier des Dichters hinreißendes Idiom präzise und mit großem Respekt gesprochen, ungestört dürfen die Originalverse auch in ihrer manchmal obszönen Metapherngewalt erklingen und frei ausschwingen. Ein musikalisch-intellektuelles Hörvergnügen ersten Ranges.“
(Die Welt)
William Shakespeare
Othello
Die Wahl von Präsident Obama ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, um das Stereotyp vom schwarzen Mann als Bedrohung der weißen Frau, das seit vier Jahrhunderten dazu herhalten muss, Wahlen zu gewinnen und Gefängnisse vorwiegend mit Schwarzen zu füllen, zu überprüfen, neu zu denken und hoffentlich zu entschärfen. Shakespeares Welt aus Betrug, Zweideutigkeit und brodelnder Erfindung verweist auf unsere Welt hastiger, digitaler Kommunikation, gedankenloser E-Mails und Dauer-Nachrichten. Shakespeare berührt die Tiefen des Unbewussten: unsere Unsicherheiten, unsere gierigen Phantasien und unseren geheimen Verrat an Grundsätzen und Menschen, die wir lieben. In diesem eindringlichen, aufwühlenden Spiel werden Menschen und Völker durch das ständige Wiederholen von Dingen, die niemand je gesagt oder getan hat, zerstört. Und Lügen werden so energisch und beständig verbreitet, dass man meinen könnte, dass die Wahrheit chancenlos sei. Halbwahrheiten haben Konjunktur. Shakespeare erkundet punktgenau unsere Neigung, den Himmel in die Hölle zu verwandeln, aber er beharrt darauf, dass wir den Himmel dennoch sehen und berühren können.
Peter Sellars ist einer der herausragenden Regisseure unserer Zeit. Die im Rahmen der RuhrTriennale gezeigte Inszenierung „Children of Herakles“ war sein letztes Projekt im Ruhrgebiet. 1994 inszenierte er bereits mit Philip Seymour Hoffman und John Ortíz Shakespeares „Kaufmann von Venedig.“
"Othello" ist eine Koproduktion derWiener Festwochen und des Schauspielhaus Bochum.
Regie Peter Sellars
Bühne Gregor Holzinger
Kostüme Mimi O'Donnell
Licht James F. Ingalls
Sound Design Mark Grey
Besetzung
Othello John Ortíz
Jago Philip Seymour Hoffman
Desdemona Jessica Chastain
Cassio LeRoy McClain
Duke Gaius Charles
Emilia Liza Colón-Zayas
Montano / Bianca Saidah Arrika Ekulona
Roderigo Julian Acosta
Pressestimmen
„Exorbitant in Sprachbehandlung und Charakterzeichnung sind sie alle: John Ortíz emotionaler Othello, Philip Seymour Hoffmans seelenwunder Jago, Jessica Chastain als eine Desdemona von fragiler Noblesse.“
(Süddeutsche Zeitung)
„Peter Sellars, der amerikanische Wundermann der Regie, der nun bei den Wiener Festwochen eine neue, epochale Deutung des Stücks inszeniert hat, gestaltet die Verhältnisse komplexer, als es bei Shakespeare den Anschein hat. Heißt das Stück üblicherweise „Zwei gegen alle“, also das liebende Paar gegen den Rest der Welt, so gilt bei Sellars: Jeder gegen jeden.“
(Süddeutsche Zeitung)
„Überhaupt wird hier des Dichters hinreißendes Idiom präzise und mit großem Respekt gesprochen, ungestört dürfen die Originalverse auch in ihrer manchmal obszönen Metapherngewalt erklingen und frei ausschwingen. Ein musikalisch-intellektuelles Hörvergnügen ersten Ranges.“
(Die Welt)
