Die Schutzbefohlenen / Appendix / Coda / Epilog auf dem Boden

von Elfriede Jelinek
Regie: Hermann Schmidt-Rahmer
Zunächst waren es wenige, dann wurden es mehr. Und schon damals wurde gerufen: „Das Boot ist voll“. Jetzt kommen sie zu Hunderttausenden, kommen durch Wüsten, über Berge und das große Meer im Süden. Sie scheuen keine Mühen, riskieren ihr Leben und zahlen horrende Beträge an ihre Schlepper. Sie suchen Schutz vor Krieg und Terror, vor Armut und Perspektivlosigkeit. Sie haben so lange und heftig an unseren Zäunen gerüttelt, dass sie durchgelassen wurden. Doch das „Wir schaffen das“ der deutschen Bundeskanzlerin und die Welle der bürgerschaftlichen Hilfe wird mit heftigen Abwehrreaktionen allerorts quittiert. Der Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer („Die Gespenster des Kapitals“) widmet sich in seinem neuen Projekt der Frage, wie lange es einer Gesellschaft gelingt, ihre Offenheit und Liberalität zu erhalten, angesichts von Millionen Flüchtlingen, die sich auf den Weg in die reichen Länder des Westens gemacht haben. Kippt die Atmosphäre der Willkommenskultur und kommt es zu einem Krieg der Welten?
Den Text zu Hermann Schmidt-Rahmers neuer Inszenierung liefert Elfriede Jelinek, die seit 2013 an einem großen Werk zur europäischen Flüchtlingskrise schreibt. Bisher sind unter dem Titel „Die Schutzbefohlenen“ vier Texte erschienen. Die Uraufführung fand 2014 am Thalia Theater statt, seitdem sind zahlreiche weitere Inszenierungen entstanden. Der letzte Teil „Epilog auf dem Boden“ wurde im Januar 2016 veröffentlicht und wird in der Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer erstmalig verwendet.
Premiere: 9. April 2016, Kammerspiele
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause

Pressestimmen

27.6.2016
Herner Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann
"Die Schutzbefohlenen" in Bochum: Freiheit für Freizeit
14.4.2016
Süddeutsche Zeitung, Martin Krumbholz
Ungeheuerlich
11.4.2016
Ruhr Nachrichten, Max Florian Kühlem
Schmidt-Rahmers grandioses Flüchtlingsstück
11.4.2016
Westfälischer Anzeiger, Ralf Stiftel
Hermann Schmidt-Rahmers Jelinek-Abend am Schauspielhaus Bochum
11.4.2016
Lokalkompass, Nathalie Memmer
Kammerspiele zeigen Jelinek-Stück zur Flüchtlingssituation
11.4.2016
Die deutsche Bühne, Stefan Keim
Erstarrung vor dem fremden Stier
11.4.2016
WDR 3 Mosaik, Stefan Keim
Endlosdrama Jelineks in Bochum
Dennis Herrmann
Roland Riebeling, Veronika Nickl, Matthias Eberle, Kristina Peters, Jürgen Hartmann, Xenia Snagowski
Veronika Nickl, Kristina Peters
Xenia Snagowski, Veronika Nickl, Dennis Herrmann, Kristina Peters, Roland Riebeling, Matthias Eberle
Xenia Snagowski, Veronika Nickl, Dennis Herrmann, Kristina Peters
Jürgen Hartmann, Veronika Nickl, Roland Riebeling, Xenia Snagowski, Matthias Eberle, Kristina Peters, Dennis Herrmann
Kristina Peters, Xenia Snagowski, im Hintergrund: Veronika Nickl, Roland Riebeling, Dennis Herrmann
Dennis Herrmann
Jürgen Hartmann, Xenia Snagowski, Roland Riebeling, Veronika Nickl, Dennis Herrmann, Kristina Peters
Matthias Eberle, Dennis Herrmann, Jürgen Hartmann, Veronika Nickl, Kristina Peters, Roland Riebeling
Dennis Herrmann, Xenia Snagowski, Veronika Nickl, Kristina Peters
Dennis Herrmann
Jürgen Hartmann, Veronika Nickl, Kristina Peters
Matthias Eberle, Veronika Nickl, Roland Riebeling, Jürgen Hartmann
Roland Riebeling
Matthias Eberle, Jürgen Hartmann, Kristina Peters, Roland Riebeling, Dennis Herrmann Veronika Nickl