Faust

von Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Mahir Günsiray
Seine Suche nach Glück und Erkenntnis hat ihn weltbekannt gemacht: Wie kaum eine andere Figur der Weltliteratur stellt Goethes Faust die großen letzten Fragen nach Gut und Böse, nach dem Wesen der Religion, nach Wahrheit, Grund und Sinn des Menschseins und nach Liebe. Und weil ein Menschenleben allein nicht ausreicht, um all das zu ergründen, was „die Welt im Innersten zusammenhält“, verbündet sich dieser Glückssucher mit dem Teufel selbst – und bleibt dabei doch nur ein Rädchen im Spiel der Großen und Höchsten, und bei deren zynischer Wette Gegenstand und Einsatz zugleich. Mit seinem Faust entwirft Goethe aber auch die deutscheste aller literarischen Figuren, die tief in der deutschen Geistesgeschichte verwurzelt ist. Im ersten Teil seines Lebenswerkes schickt er Faust als den Prototyp des zweifelnden Intellektuellen auf die Reise durch eine Welt der Verführung, immer auf der Suche nach dem einem, dem glücklichen Lebensmoment. Im späteren, zweiten Teil lässt er Faust dann selbst eine Welt erschaffen und daran scheitern, voller utopischer Hoffnung alle Gegensätze auszusöhnen und zu einem klassischen Lebensideal zusammenzuführen.
Der Istanbuler Regisseur Mahir Günsiray verbindet beide Teile und blickt vom südlichsten Rand Europas auf den Goetheschen Kosmos und seinen Protagonisten. Nicht auszuschließen, dass sein Faust ganz andere Fragen hat oder andere Antworten auf die bekannten Fragen findet. Oder einfach nur nach Süden wandert.
Premiere: 4. Dezember 2010, Schauspielhaus
Dauer: 3 Stunden und 15 Minuten, eine Pause

Besetzung

Bühne
Kostüme
Musik
Turgay Erdener
Licht
Andreas Bartsch
Dramaturgie
Thomas Laue, Beliz Gücbilmez, Süreyya Karacabey

Pressestimmen

05.12.2010
WAZ, Gudrun Norbisrath
Faust - Der Teufel, das sind die anderen
04.12.2010
nachtkritik.de, Klaus M. Schmidt
Wo die groben Kerle wohnen
04.12.2010
Deutschlandfunk, Ulrike Gondorf
Unbefangener Blick aus großer Entfernung
Nicola Thomas, Nadja Robiné, Andreas Grothgar
Nicola Thomas und Nadja Robiné (Mephisto), Andreas Grothgar (Faust), Roland Riebeling (Mephisto), im Hintergrund: Florian Lange (Mephisto)
Andreas Grothgar (Faust) und Ensemble
Andreas Grothgar (Faust), Roland Riebeling (Mephisto)
Therese Dörr (Mephisto), Andreas Grothgar (Faust), im Hintergrund: Ensemble
Therese Dörr (Mephisto), Andreas Grothgar (Faust)
Andreas Grothgar (Faust), Nicola Thomas, Werner Strenger, Therese Dörr, Nadja Robiné, Florian Lange (Mephistos)
Therese Dörr (Mephisto), Andreas Grothgar (Faust)
Nadja Robiné (Mephisto), Andreas Grothgar (Faust)
Ensemble
Ensemble
Florian Lange, Roland Riebeling, Nadja Robiné, Andreas Grothgar
Xenia Snagowski, Andreas Grothgar
Ensemble