Gertrud

nach dem Roman von Einar Schleef
Regie: Jakob Fedler
Gertrud pflegt ihren kranken Mann Willy bis zu seinem Tod. Sie bleibt allein in der thüringischen Kleinstadt Sangerhausen zurück, begleitet von ihren Erinnerungen. „Meine Kindheit fiel ins Kaiserreich, der Sportplatz in der Weimaraner, die Ehe auf Hitler und das Alter in die DDR. Wohin mein Kopf. Das 1000-jährige Gottesreich erleb ich nimmer.“ Sie trifft Freundinnen, besucht ihre Söhne in Berlin und Westdeutschland, läuft durch ihre Heimatstadt, spricht mit ihrem toten Mann, sucht eine neue Liebe, sehnt sich nach dem Tod. Einar Schleefs Roman „Gertrud“ ist ein eigenwilliger, sprunghafter, eigensinnig preisgebender Erzählsturm. Schleef schrieb den fiktionalen Monolog seiner Mutter Gertrud, einer Näherin, als ein schroffes und wütendes, sehnsüchtiges und gieriges sich Mitteilen einer „anständigen Frau“. Mit dem Hintergrund der Industrie- und Bergbaustadt Sangerhausen verweist Schleef zugleich auf die Zerrüttung der Verheißungen des industriellen Zeitalters und dessen proletarischer Milieus, auf kleinbürgerlichen Überlebenszwang und das beständige Ausbleiben der Zukunft.
Eine Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin
Premiere: 26. Januar 2018, Kammerspiele
Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

Besetzung

Pressestimmen

29.1.2018
Ruhr Nachrichten, Max Florian Kühlem
„Gertrud“ ist ein Glücksfall für die Bochumer Bühne
29.1.2018
Herner Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann
"Gertrud" in Bochum: Großes Schauspieler-Theater
18.12.2017
taz, Katrin Bettina Müller
Ihre Liebe, ihre Macht
15.12.2017
Der neue Merker, Ursula Wiegand
GERTRUD von Einar Schleef. Premiere
Almut Zilcher, Antonia Bill, Wolfram Koch
Almut Zilcher, Wolfram Koch
Wolfram Koch, Antonia Bill, Almut Zilcher
Almut Zilcher, Antonia Bill, Wolfram Koch
Almut Zilcher, Antonia Bill, Wolfram Koch
Almut Zilcher
Antonia Bill, Wolfram Koch, Almut Zilcher
Wolfram Koch, Almut Zilcher, Antonia Bill
Wolfram Koch
Wolfram Koch, Antonia Bill, Almut Zilcher
Almut Zilcher