Geschlossene Gesellschaft

von Jean-Paul Sartre
Regie: Frederick Krieger
In einem Raum, in dem das Licht immer brennt und der Schlaf niemals kommt, treffen Garcin, Inès, Estelle aufeinander. Im „realen“ Leben sind sie sich nie begegnet, an diesem Ort können sie einander nicht entrinnen. Argwöhnisch umkreisen sie sich. Sie beteuern ihre Unschuld und spielen einander vor, jemand zu sein, der sie nie waren. Um ein Bewusstsein von sich und eine Deutung des eigenen Lebens zu entwickeln, ist jeder auf das Urteil der anderen angewiesen. In diesem Zimmer ohne Spiegel sind die drei jenem Urteil ebenso ausgeliefert. Bin ich ein guter oder ein schlechter Mensch? Bin ich schuldig oder unschuldig? Bin ich begehrenswert? Bin ich ein Feigling? Die Maskerade muss fallen, die Lügen werden entblößt, das Selbstbild bröckelt. Doch Handlung ist unmöglich, hier drin haben die drei keine Möglichkeit, auf das Draußen Einfluss zu nehmen. Körperliche Schmerzen sind unnötig, wenn das Selbstbild zur Zielscheibe wird. So werden die drei Menschen zu Folterknechten für einander, ganz ohne Streckbank und Daumenschrauben.
Premiere: 25. Januar 2018, Theater Unten

Besetzung

Die nächsten Termine

Premiere
Do 25.01.2018
20:00, Theater Unten
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Volle Hütte
Mo 29.01.2018
19:30, Theater Unten
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Do 01.02.2018
18:45, Einführung im Foyer des Schauspielhauses
19.30, Theater Unten
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