Das Detroit-Projekt

Grüne Bühne

Gemeinschaftsgarten

Programm für die Grüne Bühne:

DI 13. Mai: Urban Gardening – Film und Vortrag
Weltweit kommen immer mehr Menschen in den Städten zusammen, um gemeinschaftlich ihre Umgebung zu gestalten und Nahrungsmittel anzubauen. Ist eine andere Welt ist pflanzbar? Ella von der Haide zeigt Filme, in denen sie Gemeinschaftsgärten in den USA und Kanada vorstellt und berichtet über die weltweite Urban Gardening Bewegung. Ella von der Haide ist Landschaftsgärtnerin, Stadtplanerin, Künstlerin und Filmemacherin.

Dienstag, 13. Mai, 19:00 Uhr, Goldkante, Alte Hattinger Straße 22

Leitung: Ella von der Haide

www.ella-von-der-haide.de
DI 27. Mai: Imkern in der Stadt
Jede/r Natur/Garten braucht Bienen. Sie sorgen für biologische Vielfalt und Ertrag. Wolfgang Schulze zeigt an den Bienen, dass Berührungsängste mit diesen nützlichen und schönen Insekten leicht zu überwinden ist. Wer mag kann auch köstlichen Honig naschen.

Dienstag, 27. Mai, 19:00 Uhr, Goldkante, Alte Hattinger Straße 22, Bochum, kostenlos

Leitung: Wolfgang Schulze
DI 3. Juni: Pflanzenfarben – ein Kulturgut
Der Essener Künstler Peter Reichenbach entwickelte die Idee der Färbergärten und gründete das weltweite Netzwerk  „sevengardens“. Eine Vielzahl von Färbergärten wurden aufgebaut -bzw. Menschen haben damit begonnen, diese in ihrem Garten zu entdecken. Der Workshop richtet sich an Menschen, die in ihrem eigenen Garten Färberpflanzen anbauen wollen und/oder Projekte in ihren Einrichtungen (Schulgärten, in Kindergärten) entwickeln wollen. Inhalte des Workshops werden die Herstellung von Maltinten aus Pflanzen, Färben von Wolle und Stoff aus Pflanzenfarben und Informationen rund um Färberpflanzen sein. Geleitet wird der Workshop von Renate Janßen. Sie ist Mitbegründerin des Internationalen Mädchengarten in Gelsenkirchen und arbeitet in diversen Netzwerken für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der Internationale Mädchengarten ist Netzwerkpartner von sevengardens und die Stiftung Interkultur und erhielt für seine Arbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits zwei Mal eine Auszeichnung der UNESCO.

Dienstag, 3. Juni, 19:00 Uhr, Eve-Bar, Schauspielhaus Bochum

Leitung: Renate Janßen

www.maedchengarten.de
SO 8. Juni: Veganer Brunch
Von 10:00 bis 14:00 Uhr wird an diesem Sonntag auf dem Theatervorplatz des Schauspielhauses Bochum mitten im Gemeinschaftsgarten „Grüne Bühne“ vegan gebruncht.

Alle sind herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos!
DI 10. Juni: Warum Saatgut-Souveränität wichtig ist – Zukunft säen – Vielfalt ernten
Vom Saatgut hängt ab, welche Pflanzen auf den Äckern und in den Gärten wachsen – und am Ende auf unserem Teller landen. Doch der Markt für Saatgut ist stark konzentriert: Heute beherrschen die zehn größten Saatgutanbieter Dreiviertel des Weltmarktes. Das EU-Saatgutrecht begünstigt die Industrie-Sorten: Saatgut darf prinzipiell nur dann verkauft werden, wenn es von zugelassenen  Pflanzensorten stammt – das Zulassungsverfahren aber ist auf die einheitlichen und unveränderlichen Sorten der Industrie zugeschnitten. 2013 legte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine neue Saatgutverordnung vor, die den Saatgutmarkt noch stärker zugunsten der  Industrie geregelt hätte. Infolge des Protests vieler Gruppen und  Organisationen hat das Parlament diesen Vorschlag abgelehnt. Andreas Riekeberg von der „Kampagne für Saatgut-Souveränität“ wird den Saatgutmarkt, das gegenwärtige Saatgutrecht und den  Kommissionsvorschlag darstellen und zur Diskussion von praktischen und politischen Alternativen anregen.

Dienstag, 10. Juni, 19:00 Uhr, Eve-Bar, Schauspielhaus Bochum

Leitung: Andreas Riekeberg

www.saatgutkampagne.org
DI 17. Juni: Wenn das Gemüse eine Geschichte bekommt
Was tun, wenn Gemüse plötzlich eine Geschichte erzählen kann?

In dem Vortrag von Philipp Aldejohann geht es haupsächlich um Gemüse. Gemüse ist der Ursprung von Revolutionen, Bewegungen, Gemeinschaften, Konflikten und Wissenschaft. Damit sind nur einige Gebiete genannt in denen sich Karotten, Kartoffeln oder Salat einen Namen gemacht haben. Immer mehr Menschen möchten sich bewusster und gesünder ernähren, ganz nach dem Motto: „Man ist, was man isst!“ Dabei zielen die Verbraucher nicht zwangsläufig auf im Supermarkt angebotene BIO-Produkte ab, sondern nutzen kleineste Flächen in Gärten und auf Balkonen, um einen Teil ihrer Lebensmittel selbst zu produzieren. Selbstversorger-Gärten und Urban Farming sind moderne Trendbewegungen, die es in viele Städte weltweit geschafft haben.

Zusätzlich wird das Projekt „Fish A Plant“ vorgestellt. „Fish A Plant“ möchte in einer kombinierten Fisch- und Gemüsezucht (Aquaponic) ökologisch hochwertige Lebensmittel im urbanen Raum produzieren.

Dienstag, 17. Juni, 19:00 Uhr, Eve-Bar, Schauspielhaus Bochum

Weitere Infos zur Grünen Bühne:

Gemeinschaftsgärten beruhen auf dem Konzept der Allmende. Als landwirtschaftlicher Begriff bezeichnet Allmende Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz abseits der parzellierten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Ein Stück Land, das gemeinschaftlich genutzt wird und dessen Erträge geteilt werden. Diese Art der gemeinschaftlichen Wirtschaft, im frühen Mittelalter entstanden, erlebte zuletzt im 19. Jahrhundert in Deutschland eine Renaissance mit den sogenannten „Armen- und Arbeitergärten“. Kommunen stellten ihren Bürger Landstücke zur Verfügung um zu gewährleisten, dass sich auch die Stadtbevölkerung durch Subsistenzwirtschaft gesund ernährt. In Bochum gab es beispielsweise über Jahrhunderte die sogenannten Vöden, welche gemeinschaftlich im Wechsel als Weide- und Agrarland genutzt wurden.
 
Im Gegensatz zu Schrebergärten ist der Gemeinschaftsgarten nicht in einzelne Parzellen aufgeteilt. Die Beete werden gemeinschaftlich angelegt und gepflegt. So können auch Menschen mit geringem Zeit- und Finanzbudget teilhaben. Gemeinschaftsgärten sind partizipativ und leben von der Einbindung möglichst vieler Menschen, die auch ohne Vorwissen mitgärtnern können.
 
Seit einigen Jahren wächst auch im Ruhrgebiet die Zahl der Gemeinschaftsgärten, deren Planung und Entwicklung von einem neu gegründeten und von der Stiftung Interkultur aktiv unterstütztem Netzwerk begleitet wird.
 
Die Grüne Bühne ist der erste Schritt zu Etablierung eines dauerhaften Gemeinschaftsgartens für Bochum. Realisiert wird sie auf dem Theatervorplatz durch den Gemeinschaftsgarten e.V. im Rahmen des Zukunftsprojekt n.a.t.u.r.. Er wird zunächst als mobiler Garten angelegt, der nach seiner ersten Gartensaison schließlich auf einen dauerhaften Standort umgezogen werden soll.
 
Gemeinschaftsgarten e. V.
Die Idee zur Gründung eines Gemeinschaftsgartens für Bochum ist im Alsenwohnzimmer entstanden. Dort betreibt die Bürgerinitiative seit knapp zwei Jahren einen kleinen Veranstaltungsort für die Nachbarschaft der Alsenstraße. Seit fünf Jahren wird dort auch das jährliche Alsenstraßenfest gefeiert, zu dem im Sommer rund 3.000 Besucher kommen. Der Alsengarten ist ebenfalls ein intergenerationeller Teil des Nachbarschaftsprojektes. Aus ihrem Engagement heraus haben einzelne Mitglieder des Alsenwohnzimmer-Vereins im letzten Jahr begonnen, nach einem Grundstück in Bochum zu suchen, auf dem die Idee des Gemeinschaftsgartens in die Tat umgesetzt werden kann.
 
Eine Kooperation des Detroit-Projekts mit dem Gemeinschaftsgarten e. V. im Rahmen des Zukunftsprojekts n.a.t.u.r.
 
Ab 27. April 2014, Theatervorplatz Schauspielhaus Bochum, kostenlos
ENGLISH VERSION
Communal gardens are based on the concept of common land. In agricultural terms, this means communal or collective property off the parcelled agricultural land. A piece of land that is conjointly used, dividing the crop. This type of communal cultivation, which first came up in the early Middle Ages, last had its renaissance in Germany in the 19th century with the so-called „Gardens for the poor and labourers“. Municipalities allocated pieces of land to their citizens to make sure that the urban population was able to feed on a healthy diet by practicing subsistence gardening. In Bochum, for example, the so-called Vöden existed for centuries, alternately used as communal grazing land and agricultural land.
 
In contrast to allotment gardens, the communal garden is not divided into individual parcels. The beds are laid out and cultivated in common, to allow people with little time and a small budget to participate. Communal gardens work on the principle of involving as many people as possible that can join in even without prior gardening experience.
 
In recent years, the number of communal gardens has again begun to increase in the Ruhr area. Their planning and development is supervised by a newly founded network supported by the foundation Interkultur aktiv.
 
Grüne Bühne is the first step to establishing a permanent communal garden for Bochum. It will be realized on Theatervorplatz by the association Gemeinschaftsgarten e.V. in the context of  Zukunftsprojekt n.a.t.u.r., laid out as a mobile garden to start with and moved to a permanent location after its first gardening season.
 
Gemeinschaftsgarten e. V.
The idea for the foundation of a communal garden for Bochum was formed at the Alsenwohnzimmer, where the action group has been operating a small meeting place for the Alsenstraße neighbourhood for almost two years. For the last five years it has also been the venue of the annual Alsenstraße festival, which attracts around 3,000 visitors every summer. The Alsengarten is o an intergenerational part of the neighbourhood project. Several committed members of the Alsenwohnzimmer-Verein started last year to look for a piece of land in Bochum, where the idea of the communal garden could be realized. 
 
The Gemeinschaftsgarten will be realised in the context of Zukunftsprojekt n.a.t.u.r.
 
When: Daily from April 27, 2014
Where: Theatervorplatz Schauspielhaus Bochum
Price: free of charge
Ein Projekt von Schauspielhaus Bochum und Urbane Künste Ruhr
Ein Projekt mit
Gefördert durch die
Das internationale Stadt- und Kunstfestival in Bochum stellt Fragen und sucht nach Antworten zur Zukunft der Stadt, der Arbeit und der Kunst in Europa. Von Oktober 2013 bis Oktober 2014.
Grüne Bühne auf dem Theatervorplatz
Grüne Bühne auf dem Theatervorplatz