Hikikomori

von Holger Schober
Regie: Martina van Boxen
H sitzt in seinem Zimmer. Schon lange. Sehr lange. Allein. Niemand darf hereinkommen, auch Mutter und Schwester kommen nicht mehr an ihn ran. Irgendwann hat H einfach vergessen, wo die Tür ist. Sich entschieden, nicht mehr mitzumachen, ganz bei sich zu bleiben. Von dort aus über die Welt nachzudenken und manches an ihr so klarer zu sehen. Im Chat trifft er eines Tages Rosebud. Sie scheint ihn zu verstehen. Könnte sie sogar das rothaarige Mädchen sein, an das er sich erinnert, wenn er an früher denkt?
Menschen wie H, die sich einschließen, manchmal über Jahre, und den Kontakt zu ihren Mitmenschen abbrechen, nennt man Hikikomori – ein Phänomen, das in Japan nach Schätzungen bis zu einer Million junger Menschen betrifft. Krankheit oder Protest gegen die verqueren Erwartungen der Gesellschaft?

Eingeladen zur Hessischen Kinder-
und Jugendtheaterwoche 2012!

Premiere: 26. November 2010, Melanchthonsaal
Dauer: 1 Stunde und 10 Minuten, keine Pause

Besetzung

Bühne und Video
Licht
Jan Bregenzer, Alexandr Gershman
Dramaturgie

Pressestimmen

28.11.2010
Ruhr Nachrichten, Tim Stobbe
Wenn das Leben zur Qual wird
Ronny Miersch (Hikikomori)
Ronny Miersch (Hikikomori)
Ronny Miersch (Hikikomori)
Ronny Miersch (Hikikomori), im Video: Anke Zillich (Mutter)
Ronny Miersch (Hikikomori), im Video: Friederike Becht (Tochter)
Ronny Miersch (Hikikomori), im Video: Friederike Becht (Tochter)