Vater

von Florian Zeller
Regie: Alexander Riemenschneider

Andrés Uhr ist weg. Die Pflegekraft hat sie geklaut. André bedroht sie und wirft sie hinaus. Doch dann findet er seine Uhr wieder. Nun muss André zu seiner Tochter Anne ziehen. Er vermutet, dass dies der erste Schritt ist, ihn zu entmündigen. Hatte Anne nicht schon immer Interesse an seiner Wohnung?
In Annes Wohnung geschehen seltsame Dinge: Menschen, die André nie zuvor gesehen hat, geben sich als seine Tochter aus oder behaupten, Annes neuer Lebensgefährte zu sein. An einem Tag planen sie nach London zu ziehen, am nächsten Tag wollen sie das nie gesagt haben. Und dann sind da immer wieder diese beunruhigenden kleinen Löcher im Gedächtnis, die André unbedingt vertuschen muss, damit Anne ihn nicht in ein Heim abschiebt.
„Vater“ ist ein Stück über Demenz und den Verlust der Orientierung in der Welt. Der französische Gegenwartsautor Florian Zeller beschreibt den Prozess der schwindenden Autonomie eines gestandenen Mannes ebenso wie die Zunahme von Erinnerungslücken und die damit einhergehenden Angstzustände. In seinem Erfolgsstück stellt er auch die Frage nach der Verantwortung der Generationen, thematisiert das Pflegen naher Angehöriger sowie den schmerzhaften Moment, vom eigenen Vater nicht mehr erkannt zu werden.
Premiere: 13. Februar 2016, Kammerspiele
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Besetzung

Anne, seine Tochter
Eine Frau
Ein Mann
Bewegungschor
David Attenberger, Katarina Bock, Nikita Buldyrski, Malina Hoffmann, Sefa Küskü, Isabel Martin, Vanessa Pawlikowski, Luis Volkner
Bühne
Kostüme
Licht
Andreas Bartsch
Dramaturgie
Choreografische Assistenz

Pressestimmen

15.2.2016
Ruhr Nachrichten, Max Florian Kühlem
„Vater“ verwirrt und berührt
15.2.2016
WDR 5 Scala, Isabell Steinböck
Premiere in Bochum: "Vater" von Florian Zeller
15.2.2016
WAZ, Jürgen Boebers-Süßmann
Demenz wird in Bochum zum Bühnen-Spiel
Kristina Peters (Eine Frau), Bernd Rademacher (André)
Roland Riebeling (Pierre), Bernd Rademacher (André)
Bernd Rademacher (André)
Roland Riebeling (Pierre), Bernd Rademacher (André)
Sarah Grunert (Laura), Xenia Snagowski (Anne), Bernd Rademacher (André)
Bernd Rademacher (André)
Roland Riebeling (Pierre), Xenia Snagowski (Anne), Bernd Rademacher (André)
Bernd Rademacher (André) und Bewegungschor
Bernd Rademacher (André)
Bernd Rademacher (André) und Bewegungschor
Bernd Rademacher (André), Nils Kreutinger (Ein Mann), Xenia Snagowski (Anne)
Bernd Rademacher (André), Nils Kreutinger (Ein Mann)
Xenia Snagowski (Anne), Kristina Peters (Eine Frau), Nils Kreutinger (Ein Mann), Bernd Rademacher (André), Roland Riebeling (Pierre); links: Bewegungschor
Kristina Peters (Eine Frau), Xenia Snagowski (Anne), Nils Kreutinger (Ein Mann), Bernd Rademacher (André), Roland Riebeling (Pierre)
Bernd Rademacher (André), Xenia Snagowski (Anne)
Bernd Rademacher (André), Xenia Snagowski (Anne)
Bernd Rademacher (André), Kristina Peters (Eine Frau)