Dreizehn 13-jährige Mädchen (und ein Bodybuilder) stehen bei Der Hamiltonkomplex auf der Bühne der Kammerspiele. Die belgische Regisseurin Lies Pauwels hat diesen sehr besonderen Theaterabend erdacht. 

WARUM 13-JÄHRIGE MÄDCHEN?

Lies Pauwels: Dieses Stück thematisiert eine Welt im Wandel, und die Mädchen sind eine Metapher dafür. Sie befinden sich an einem Punkt, an dem sie etwas von ihrem instinktiven Bewusstsein verlieren und die Welt mit ihren Konventionen, Codes und Regeln verstehen lernen – und von ihr akzeptiert werden wollen. Die Teenager formen sich eine Identität, so wie die Welt gerade auch nach einer Identität sucht. Es gibt viel zu gewinnen und viel zu verlieren und Dunkelheit auf beiden Seiten.

WARUM SPIELT MUSIK EINE GROSSE ROLLE IN DEINER ARBEIT?

Lies Pauwels: Musik bringt Emotion, Energie, Kreativität und Feinheit in meine Arbeit. Sie treibt mich an und ist eine Gefährtin. Auf den Proben ist sie eine zusätzliche Regisseurin, sie kommuniziert ganz direkt mit den Spielerinnen. Auf der Bühne lässt sie einen anderen Kontext aufscheinen, verstärkt etwas oder dient als Kontrapunkt. Die Musik umhüllt das Stück, und darunter können wir verletzlich sein. 

WÄRST DU GERN NOCH MAL 13?

Lies Pauwels: Warum nicht? Anderseits, doch lieber nicht … (lacht)


weitere Informationen: Der Hamiltonkomplex

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