Trotz der derzeitigen Schließung des Schauspielhaus Bochum laufen die Planungen für das Familienstück der Spielzeit 2020/21 weiter auf Hochtouren. Das Theater widmet sich in der kommenden Saison Michael Endes berühmten Abenteuerroman Die unendliche Geschichte. Die Bühnenadaption wird von der niederländischen Regisseurin Liesbeth Colthof inszeniert und soll am 26. November 2020 Premiere feiern.

Eine Besonderheit der Inszenierung: Das Kostümbild der Romanfiguren wird ausschließlich von Kindern entworfen. Dafür startet das Schauspielhaus Bochum jetzt einen großen Malwettbewerb, an dem sich junge Menschen von sechs bis 14 Jahren beteiligen können.

„‚Tu was Du willst‘ ist ein Leitmotiv in Michael Endes Unendliche Geschichte. Das selbe Motto gilt auch für unseren Malwettbewerb“, so Cathrin Rose, Leiterin des Jungen Schauspielhaus Bochum. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns über jeden Entwurf!“

Damit auch Kinder, die das Buch noch nicht kennen, am Wettbewerb teilnehmen können, finden Sie im Folgenden Beschreibungen von Fuchur, dem Felsenbeißer und vielen weiteren Romanfiguren.

Die schönsten Wettbewerbsbeiträge werden nicht nur von Kostümbildner Carly Everaert für die Bochumer Theaterinszenierung umgesetzt, sondern auch Teil einer Ausstellung, die ab der Premiere im Foyer des Schauspielhaus Bochum präsentiert wird. Zudem werden junge Künstler*innen, deren Bild als Vorlage für ein Kostüm ausgewählt werden, zu Proben des Stückes eingeladen.

Beiträge für den Malwettbewerb zur Die Unendlichen Geschichte können bis zum 27. Juni an der Pforte des Schauspielhaus Bochum abgegeben oder an folgende Adresse geschickt werden::

Schauspielhaus Bochum
Cathrin Rose
Königsallee 15
44789 Bochum


FIGURENBESCHREIBUNGEN

Die kindliche Kaiserin

Sie ist die Herrscherin über ganz Phantásien. Sie hat goldene Augen, die magische Wünsche erfüllen können. Sie strahlt wie weißes Licht. Außerdem ist sie sehr mächtig, aber sie will nicht herrschen und urteilen. Sie ist gütig, aber lässt das Gute und das Böse gleichermaßen zu. Sie ist eines der ältesten Wesen in Phantásien, aber sieht trotzdem noch wie ein Kind aus.

Fuchur – der Glücksdrache

Glücksdrachen sind die seltensten Wesen in Phantásien. Obwohl er Drache genannt wird, hat er kaum Ähnlichkeit mit Drachen, die man aus anderen Phantasiegeschichten kennt. Er wohnt also weder in dunklen Höhlen, noch richtet er gerne Verwüstung an. Er ist friedlich. Allerdings kann er wie jeder Drache Feuer spuken – blaues Feuer. Er hat einen langen, beweglichen Körper. Fuchur ist ein Wesen der Luft, der Wärme und der großen Freude. Obwohl er sehr groß ist, ist er leicht wie eine Wolke und braucht deshalb keine Flügel zum Fliegen. Er ist immer, wirklich immer gut gelaunt und alles gelingt ihm. Man kann auf ihm reiten und durch die Lüfte fliegen.

Gmork – der Werwolf

Gmork ist ein riesiger, schwarzer Werwolf, der ungefähr die Größe eines Ochsen hat. Seine Zähne sind um einiges größer als die eines normalen Wolfs. Seine Augen glänzen. Er ist eine furchterregende Gestalt.

Pjörnrachzarck – der Felsenbeißer

Der Felsenbeißer Pjörnrachzarck ist eine riesengroße Kreatur in Phantásien, die völlig aus Stein besteht. Diese Wesen werden Felsenbeißer genannt, weil sie sich nur von Felsen ernährt und zudem Gegenstände aus Stein herstellenEiner zum Beispiel fährt auf einem Fahrrad durch die Gegend, dass aus Stein ist. Diese Gegenstände werden bei großem Hunger dann auch mal aufgegessen.

Ückück - Der Winzling

Winzlinge sind so klein, dass man sie aus einiger Entfernung gar nicht erkennen kann. Dieser Winzling heißt Ückück. Er trägt ein buntes Anzüglein und einen roten Zylinder auf dem winzigen Kopf. Das Reittier des Winzlings ist eine Schnecke.

Xayide

Xayide ist eine Zauberin, die in einer Festung lebt, die die Form einer gewaltigen Hand hat. Xayide ist eine gefährliche und gefürchtete Zauberin. Ihre Augen sind sehr auffällig, da sie zwei unterschiedliche Farben haben. Sie wird von Metallwächtern beschützt, die sehr stark, aber auch sehr hohl sind.

Ygramul, die Viele

Ygramul ist ein gefürchtetes Wesen in Phantásien. Sie wird auch die Viele genannt, da sie eigentlich nicht nur ein Wesen ist, sondern aus einem Schwarm vieler kleiner Insektenwesen besteht. Diese werden durch Ygramuls Willen, in verschiedenste Gestalten umgeformt. Ygramul kann also in verschiedenen Gestalten erscheinen. Oft ist sie eine Spinne, die Netzte baut um ihre Beute darin zu fangen. Ygramuls Gift ist tödlich, doch ebenso nützlich.

Caíron – der Zentaur

Caíron ist ein älterer Zentaur. Er ist halb Mensch, halb Pferd. Caíron ist der beste Arzt, den Phantásien hat.

Die uralte Morla

Sie ist das wahrscheinlich älteste Wesen in Phantásien. Sie sieht aus wie eine riesige Schildkröte, so groß wie ein Berg. Man nennt sie auch Hornberg. Sie lebt in den Sümpfen der Traurigkeit und sieht in ihrem Leben keinen richtigen Sinn mehr. Durch ihre jahrelange Einsamkeit, redet sie mit sich selbst.

Held Hynreck

Hynreck ist der größte Held Phantásiens, der die Prinzessin Oglámar für sich gewinnen will. Er ist sehr in sie verliebt! Hynreck sieht sehr gut aus, ist stark und jung und mutig. Und ein bisschen eingebildet.

Die Borkentrolle

Die Borkentrolle sind sprechende Baumwesen, die vom Nichts, dass sich in Phantásien  ausbreitet besonders betroffen sind. Ihnen fehlen teilweise Körperteile oder sie haben große Löcher im Bauch.

Graógramán, der Bunte Tod

Graógramán ist eines der gefährlichsten und tödlichsten Wesen in Phantásien. Er ist ein Löwe, der über Goab, die Wüste der Farben herrscht und wacht. Hier hat jeder Sand eine andere Farbe. Graógramán nimmt die Farbe des Sandes an, den er gerade betritt. Er lebt ganz alleine in der Wüste, in einem Palast. Nachts wird er zu Stein.

Die drei Tief Sinnenden

Die drei Tief Sinnenden sind Vorsteher des Sternenklosters in Phantásien. Sie versuchen herauszufinden, was Phantásien eigentlich ist. Sie sind unglaublich weise. Uschtu, die eulenköpfige Mutter der Ahnung hat einen Eulenkopf, Schirkrie, der Vater der Schau hat einen Adlerkopf und Jisipu, der Sohn der Klugheit hat einen Fuchskopf.

Die Dame Aiuóla

Die Dame Aiuóla ist ein sehr fürsorgliches und liebevolles Wesen. Auf ihrem Kopf blüht es, dort wachsen statt Haaren Früchte und Beeren. Die gibt sie den Menschen, die zu ihr kommen, zu essen. Sie ist Pflanze und Mensch in einer Figur.

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