WIR FREUEN UNS auf Bochum, auf die Menschen, auf die jungen Menschen ganz besonders! Wir freuen uns auf die Lehrer*innen und auf alle, die sich für die Spielarten des Kinder- und Jugendtheaters und für die Projekte interessieren, die in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Menschen und Institutionen dieser Stadt entstehen.

Wir sind gespannt auf die Begegnungen, die Gespräche, die Partys, die Kunst, die Talente, die Versuche, auf gemeinsam Erreichtes und gemeinsam Probiertes.

Wir sind gespannt auf die Stadt mit ihren 371.582 Bewohner*innen, von denen 53.961 jünger als 18 Jahre sind. Wir freuen uns auf die 21,5 Prozent, die eine Einwanderungsgeschichte haben, auf die Lehrenden der 83 Bochumer Schulen und auf die 57.000 Studierenden dieser Stadt.

Laut Paragraf 31 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen haben alle Kinder und Jugendlichen das Recht auf freie Teilhabe am kulturellen Leben. Für diese Teilhabe braucht es die Zusammenarbeit von Theater, Schule, Elternhäusern, Jugendhilfeorganisationen und Vereinen – und natürlich die jungen Menschen, egal wie alt, welcher Herkunft oder aus welchem Stadtteil. Wer will das Theater kennenlernen, entern, mitgestalten?

So entsteht das Theater als Ort des Austausches, der Kunst und der Vermittlung. Es braucht ein Theater, das die Arme weit ausbreitet mit Angeboten, die auch die Ränder der Gesellschaft berühren.

Wir gehen in diesem ersten Jahr der Intendanz von Johan Simons und der Leitung des Jungen Schauspielhauses von Cathrin Rose hinaus in die Stadt, hinein in die Stadtteile und in die Schulen und in weitere Institutionen. Wir bringen Zeit mit und Neugierde. Wir haben Künstler*innen und Schauspieler*innen dabei, die den kreativen Austausch mit den Menschen der Stadt suchen. Gemeinsame Projekte entstehen, wachsen, strahlen – und bewegen etwas.

Das gilt auch für die Kunst auf der Bühne des Theaters. Das Junge Schauspielhaus sucht Themen und Stoffe für die moderne, diverse Stadtgesellschaft. Wir wissen: Das Bochumer Publikum ist offen und neugierig. Das ist legendär. Offen und bereit für ein Familienstück, das die preisgekrönte junge Regisseurin Hannah Biedermann gemeinsam mit unserem Ensemble entwickelt, ein Stück über Rituale und Familienfeste, bei denen es ja erfahrungsgemäß ALLE JAHRE WIEDER ganz schön zur Sache gehen kann. Die Regisseurin des Jugendtheaterstückes, Julia Wissert, recherchiert in Bochum gemeinsam mit unseren Schauspielerinnen und Schauspielern, wie junge Menschen die Zukunft gestalten würden in einer Welt, in der Weiß nicht mehr die Hautfarbe der Mehrheit ist: 2069 – DAS ENDE DER ANDEREN.

Und natürlich wird es ein Programm für junge Menschen geben, die sich auf der Bühne in unterschiedlichen Kunstformen ausprobieren wollen. Die Jugendbanden starten zu unterschiedlichen Zeiten ab Oktober und laufen dann über die gesamte Spielzeit. Die Ergebnisse werden an einem langen sommerlichen FESTIVALWOCHENENDE im Juli 2019 in der Zeche Eins präsentiert.

Das Junge Schauspielhaus steht in den Startlöchern und ist voller Tatendrang!

Cathrin Rose, Leiterin Junges Schauspielhaus Bochum

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