Tina Lanik, geboren 1974 in Paderborn, ist Regisseurin. Sie studierte zunächst Politikwissenschaften an der Universität Wien und begann ihre Theaterlaufbahn als Regieassistentin am Schauspielhaus Wien und bei Luc Bondy am Théâtre Vidy-Lausanne. 1999 gab sie mit Biljana Srbljanovićs Belgrader Trilogie am Rabenhof Theater Wien ihr Regiedebüt. Seitdem inszeniert sie unter anderem am Residenztheater München, am Burgtheater Wien, am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Schauspiel Stuttgart, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspielhaus Zürich und am Schauspielhaus Bochum. Für ihre Inszenierung von Rainer Werner Fassbinders Tropfen auf heiße Steine am Bayerischen Staatsschauspiel erhielt sie 2003 den Förderpreis für Regie; im selben Jahr wurde sie von Theater heute zur Nachwuchsregisseurin des Jahres gewählt. Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von zeitgenössischer Dramatik, gesellschaftspolitischen Themen und psychologischen Beziehungsstudien mit besonderem Interesse für weibliche Perspektiven und feministische Narrative. Seit 2010 lehrt sie regelmäßig als Gastdozentin für Regie und Schauspiel, unter anderem an der Theaterakademie August Everding und am Mozarteum Salzburg. Am Schauspielhaus Bochum inszenierte Tina Lanik bereits während der Intendanz von Elmar Goerden. In der Spielzeit 2026/2027 kehrt sie mit Der Liebling von Svenja Viola Bungarten ans Schauspielhaus Bochum zurück.
Aktuelle Rollen:
- Regie in Der Liebling