Der französische Autor Arthur Rimbaud ist ein Mythos. Wunderkind, Enfant terrible und bis heute literarische Ikone. „Ich ist ein anderer“, lautete die berühmte Formel, mit der er seine Sehnsucht nach kompletter Entgrenzung unterstrich. Der Ausnahmeschauspieler Jens Harzer, neuer Träger des Iffland-Rings und in Bochum als Achilles in Penthesilea gefeiert, nähert sich Rimbauds einzigartigem Wesen und Werk in Gedichten und Briefen. Zu den gelesenen Werken zählt u. a. Das Trunkene Schiff, in dem Rimbaud eine alle Grenzen sprengende Lebensfahrt wagt, die ihn zu überwältigenden visionären Erfahrungen führt; Rimbaud realisiert hier poetisch sein kühnes Programm eines Seher-Dichters. – Die Lesung mit Jens Harzer: ein einmaliges literarisches Erlebnis!

„Nur wenige Dichter eignen sich so sehr als Ikone wie der 1854 in Charleville, in den Ardennen, geborene Arthur Rimbaud, der nomadisch umherzog zwischen Paris, London und Aden, zwischen seiner Liebe mit Paul Verlaine und der Hoffnung, in Opium und Alkohol das abwesende Leben zu finden. Und je mehr er die Erlösung in mystischen Symbolen suchte, desto mehr wurde er zum Gegenstand einer Verehrung, die oft wenig mit seinen Gedichten zu tun hatte. (…) Wenn Jens Harzer Rimbauds Gedichte liest, dann gewinnen sie in der Übersetzung von Paul Celan und Thomas Eichhorn an Klarheit, ohne an Poesie einzubüßen. (…) Man muss nicht alles verstehen, sondern das Unbedingte des Tones hören, das Dringende der Träume.“ (Die Zeit)

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  • Jens Harzer liest
  • Arthur Rimbaud: Gedichte und Briefe
  • With: Jens Harzer
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