Alin Coen ist nicht nur eine der besten Sängerinnen, Gitarristinnen und Texterinnen in der deutschen Poplandschaft. Sie ist auch studierte Land- und Wassermanagerin, aktiv bei Greenpeace und engagiert für das Netzwerk Music Women Germany. Deshalb vergeht zwischen ihren Veröffentlichungen manchmal viel Zeit – aber wenn dann ein tolles Album wie Nah von 2020 erscheint, sind ihre Fans wieder ganz Ohr. Wie viel Schönheit, Schmerz und alles dazwischen lassen wir zu? Wie leben wir unsere zwischenmenschlichen Beziehungen? So könnten die Fragen lauten, die sie in ihren aktuellen Songs stellt, denn wenn eine feinsinnige Popkünstlerin wie Alin Coen ihr Album Nah nennt, dann bringt sie die Komplexität der emotionalen Welt zum Schwingen. Sieben Jahre ließ sie sich nach dem Vorgänger-Album We’re Not the Ones We Thought We Were Zeit – und es spricht für die Persönlichkeit der Songwriterin, dass sie sich trotz all der positiven Reaktionen zu Beginn ihrer Laufbahn nicht geradewegs in die Veröffentlichungszyklen der Popbranche begeben hat. Alle Zeichen wiesen Anfang der 2010er-Jahre nach oben: viel beachtete Auftritte bei TV Noir und Inas Nacht, der Deutsche Musikautorenpreis und umjubelte Konzerte in immer größer werdenden Clubs, internationale Touren und Support-Shows für Stars wie Suzanne Vega und Regina Spektor. Doch dann kamen Zweifel auf, ob da nicht noch ein anderer, sinnvollerer Weg auf sie warte. Sie studierte Land- und Wassermanagement, engagierte sich in der Umweltbewegung, für mehr Sichtbarkeit von Frauen im Popbusiness. Und fand doch wieder zurück zur Musik – zum Glück!

In der Reihe Songs & Lyrics by … spielt sie ein komplettes Konzert und talkt zur Einstimmung mit Gastgeber Max Kühlem auf dem Sofa – Gesprächsstoff gibt es mit ihrem reichen Betätigungsfeld ja mehr als genug – und stellt ihre Lieblingsplatten vor.
 

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  • Songs & Lyrics by ...
  • Alin Coen
  • Moderation: Max Kühlem