Text

Eine musikalische Komödie voller doppelter Böden

Eigentlich wollte die Theatergruppe Wunderbaum am Schauspielhaus Bochum das 1987 erschienene Buch The Art of the Deal auf die Bühne bringen, halb Business-Ratgeber, halb Autobiografie eines New Yorker Immobilienmoguls namens Donald Trump. Immerhin ist es, so sagen manche, das zweitbeste Buch der Welt (nach der Bibel). Doch dann gibt es Streitigkeiten um die Aufführungsrechte, der Deal platzt und das Schauspiel-Ensemble sitzt plötzlich ohne Regie da. Mit einem Buch, das so politisch aktuell wie literarisch unterirdisch ist, einer immer schneller werdenden Wirklichkeit vor der Tür, die sich künstlerisch kaum noch einholen lässt, und einem Scherbenhaufen an Ideen. Auf der Suche nach Inspiration besuchen sie ein stadtbekanntes Musical – und plötzlich ist da ein größenwahnsinniger Plan ...

Das niederländisch-flämische Kollektiv Wunderbaum, bekannt für das lustvolle Unterlaufen aller Erwartungen (u.a. Die Hundekot-Attacke, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2024) unterzieht The Art of the Deal einer kritischen Re-Lektüre und entwickelt gemeinsam mit dem Ensemble eine hintersinnige, musikalische Satire über Geschäftemacherei, Engagement und die Lust am großen Auftritt.

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Informationen zum Stück

  • Ort: Kammerspiele
  • Dauer: 2:00, keine Pause
  • Premiere: 18.04.2026
  • Sprache: DE EN

Vorstellungen

Sa.13.06
19:30 — 21:30
Kammerspiele
Di.07.07
19:30 — 21:30
Kammerspiele
+ Einführung 19:00
Sa.18.07
19:30 — 21:30
Kammerspiele
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Trailer: Siegersbusch

Beteiligte

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Rollenbesetzung

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Pressestimmen

Pressestimmen

Die Kunst des Deals ist eine Art Therapiestunde für uns alle – eine lässige Methode, mit den Waffen der Kunst Ängsten und dem gefühlten Kontrollverlust zu begegnen. Ein mitreißender Abend mit vielen Ebenen und doppelten Böden!“
Deutschlandfunk / Kultur heute, Dorothea Marcus

„Walter Bart und sein Ensemble spielen mit dem, was wirklich ist, und dem, was durchaus sein könnte. In den Übertreibungen, in dem gezielten Zuviel, offenbaren sich zum einen die Mechanismen von Kunst und Theater, zum anderen aber auch die einer Gesellschaft und einer Politik, die die Kunst des Deals zu ihrem einzigen Prinzip erheben. Insofern gelingt Bart und dem Ensemble hier ein geradezu grandioser Coup. Sie zeigen nicht nur, wie es Trump und allen, die ihm und seinen Ideen folgen, gelungen ist, die Welt nach ihrem Bild zu gestalten. Sie verwandeln Trumps Strategien zugleich in eine künstlerische Waffe und richten sie gegen ihn.“
nachtkritik.de, Sascha Westphal

Die Kunst des Deals ist ein wundersamer Theaterabend, der so viele Haken schlägt, dass es beim Zusehen eine riesige Freude macht. Gegen Ende, so viel sei verraten, dreht sich die Show zum schillernden Musical, bei dem auch die beiden Musiker (Kristina Koropecki und Moritz Bossmann) zu großer Form auflaufen. Was für eine irrwitzige Gaudi! Stehende Ovationen.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Sven Westernströer

Mehr Pressestimmen

„Eine musikalische Revue, die trotz des ernsten Themas sehr, sehr witzig ist – völlig überdreht und befreiend komisch. Reingehen!“
kultur.nrw , Kerstin Edinger

„Die Mischung aus Selbstironie, Unverzagtheit und Albernheit begeistert.“
Die Welt , Jakob Hayner

„Die Rezepte von vorgestern für eine Weltlage voller Krisen. Ändern kann die Kunst nichts daran. Aber der Blick hinter die Fassade des schrecklichen Egomanen bietet doch einen Moment von Heiterkeit, von Entlastung. Wenigstens das. Großer Jubel.“
Westfälischer Anzeiger , Ralf Stiftel

„Wer einen knalligen und rotzfrechen und ungewöhnlichen Theaterabend erleben möchte, der ist hier richtig.“
WDR 3 Mosaik , Christoph Ohrem

„Bemerkenswert, wie diese Show inklusive Zugabe das Publikum in den Kammerspielen des Bochumer Schauspielhauses abholt. Generationsübergreifender Jubel von den Rentnerinnen bis zu den Studis, fast der gesamte Saal stand beim Schlussapplaus [...]“
daskulturblog.com , Konrad Kögler