Text

Eine musikalische Komödie voller doppelter Böden

Eigentlich wollte die Theatergruppe Wunderbaum am Schauspielhaus Bochum das 1987 erschienene Buch The Art of the Deal auf die Bühne bringen, halb Business-Ratgeber, halb Autobiografie eines New Yorker Immobilienmoguls namens Donald Trump. Immerhin ist es, so sagen manche, das zweitbeste Buch der Welt (nach der Bibel). Doch dann gibt es Streitigkeiten um die Aufführungsrechte, der Deal platzt und das Schauspiel-Ensemble sitzt plötzlich ohne Regie da. Mit einem Buch, das so politisch aktuell wie literarisch unterirdisch ist, einer immer schneller werdenden Wirklichkeit vor der Tür, die sich künstlerisch kaum noch einholen lässt, und einem Scherbenhaufen an Ideen. Auf der Suche nach Inspiration besuchen sie ein stadtbekanntes Musical – und plötzlich ist da ein größenwahnsinniger Plan ...

Das niederländisch-flämische Kollektiv Wunderbaum, bekannt für das lustvolle Unterlaufen aller Erwartungen (u.a. Die Hundekot-Attacke, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2024) unterzieht The Art of the Deal einer kritischen Re-Lektüre und entwickelt gemeinsam mit dem Ensemble eine hintersinnige, musikalische Satire über Geschäftemacherei, Engagement und die Lust am großen Auftritt.

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Informationen zum Stück

  • Ort: Kammerspiele
  • Premiere: 18.04.2026

Vorstellungen

Di.28.04
10 €-Tag
19:30
Kammerspiele
+ Einführung 19:00
So.10.05
19:00
Kammerspiele
+ anschließend Publikumsgespräch
Fr.29.05
19:30
Kammerspiele

Beteiligte

Alle Beteiligten
Rollenbesetzung

Bilder

Pressestimmen

Pressestimmen

„Walter Bart und sein Ensemble spielen mit dem, was wirklich ist, und dem, was durchaus sein könnte. In den Übertreibungen, in dem gezielten Zuviel, offenbaren sich zum einen die Mechanismen von Kunst und Theater, zum anderen aber auch die einer Gesellschaft und einer Politik, die die Kunst des Deals zu ihrem einzigen Prinzip erheben. Insofern gelingt Bart und dem Ensemble hier ein geradezu grandioser Coup. Sie zeigen nicht nur, wie es Trump und allen, die ihm und seinen Ideen folgen, gelungen ist, die Welt nach ihrem Bild zu gestalten. Sie verwandeln Trumps Strategien zugleich in eine künstlerische Waffe und richten sie gegen ihn.“
nachtkritik.de, Sascha Westphal

Die Kunst des Deals ist ein wundersamer Theaterabend, der so viele Haken schlägt, dass es beim Zusehen eine riesige Freude macht. Gegen Ende, so viel sei verraten, dreht sich die Show zum schillernden Musical, bei dem auch die beiden Musiker (Kristina Koropecki und Moritz Bossmann) zu großer Form auflaufen. Was für eine irrwitzige Gaudi! Stehende Ovationen.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Sven Westernströer

„Eine musikalische Revue, die trotz des ernsten Themas sehr, sehr witzig ist – völlig überdreht und befreiend komisch. Reingehen!“
kultur.nrw, Kerstin Edinger

Mehr Pressestimmen

„Die Mischung aus Selbstironie, Unverzagtheit und Albernheit begeistert.“
Die Welt , Jakob Hayner

„Eine durchaus charmante Verquickung von Illusion und Realität.“
Deutschlandfunk Kultur , Christoph Ohrem