Text
Ein epochaler Roman des 20. Jahrhunderts trifft auf Schostakowitschs 10. Symphonie.
„Ich habe erkannt, dass nicht der Mensch machtlos ist gegenüber dem Bösen, sondern das mächtige Böse ist machtlos gegenüber dem Menschen.“
1942. Während Europa in Flammen steht, treibt den russischen Atomphysiker Strum seine bahnbrechende Erfindung in ein moralisches Dilemma: Wie weit darf Wissenschaft gehen, wenn aus ihr Zerstörung entspringt? Und was bleibt vom eigenen Gewissen, wenn Anerkennung und Überleben an Bedingungen geknüpft sind? Gleichzeitig halten in Stalingrad russische Soldaten der Belagerung stand, indem sie von der Parteilinie abweichen, im deutschen KZ schreibt ein Häftling über die Güte, und Krymov muss feststellen, dass sich der Staat bisweilen auch gegen seine Systemtreuen wendet.
Gleich einem Kaleidoskop erzählt Leben und Schicksal – das als Krieg und Frieden des 20. Jahrhunderts gilt – ein ganzes Geflecht von Leben inmitten der Grauen des Krieges: an der Front, in den Lagern, in Wohnzimmern und Kellern. Der russisch-jüdische Schriftsteller Wassili Grossman spürt dem nach, was das Lebendige auszeichnet, und sucht nach Menschlichkeit. Von dieser Suche und den Spannungen zwischen Künstler und Staat zeugt auch Dmitri Schostakowitschs 10. Symphonie von 1953, die die Bochumer Symphoniker im Anschluss an die ersten vier Vorstellungen im Anneliese Brost Musikforum Ruhr spielen.
Informationen zum Stück
- Leben und Schicksal
- nach Wassili Grossman in einer Bearbeitung von Koen Tachelet
- Regie: Johan Simons
- Ort: Schauspielhaus
- Premiere: 25.04.2026
Vorstellungen
Beteiligte
- Regie: Johan Simons
Alle Beteiligten
- Regie: Johan Simons
- Bühne: Johannes Schütz
- Kostüm: Greta Goiris
- Musik: Steven Prengels
- Video: Voxi Bärenklau
- Dramaturgie: Marvin L. T. Müller
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Kooperationen
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Eine Kooperation mit den Bochumer Symphonikern