Text

Plötzlich geht das Gas aus. Ein leichtfüßiger Abend über ein schweres Thema rund um eine offene Rechnung von 1944.

Da will man sich einfach zwei Eier braten. Doch wieso geht der Gasherd nicht? Es klopft an der Tür, auf dem Boden liegt ein Brief. Eine unbezahlte Gasrechnung. Von 1944. Ärgerlich, aber auch mysteriös. Die Empfängerin des merkwürdigen Briefes ist eine israelische Violinistin, wohnhaft in Amsterdam. In den nächsten 24 Stunden versucht sie, die Geschichte um die historischen Schulden zu lüften. Dabei taucht sie nicht nur tief in die zurückliegenden Ereignisse ein, die sich in ihrem Wohnhaus während der Zeit des Holocausts zugetragen haben, sondern wird auch mit Fragen nach ihrer eigenen Identität, Herkunft und Position in der Gesellschaft konfrontiert.

Mit Leichtigkeit, Sprachwitz und Poesie entlarvt die israelische Autorin Maya Arad Yasur in ihrem vielstimmigen Text die Doppelmoral der vermeintlich liberalen Metropole und hinterfragt die gängigen Narrative der Geschichtsschreibung.

Sapir Hellers deutschsprachige Erstaufführung war ein Riesenerfolg am Münchner Volkstheater und wird nun in neuer Besetzung bei uns am Schauspielhaus Bochum gezeigt.

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Informationen zum Stück

  • Ort: Kammerspiele
  • Dauer: 1:40, keine Pause
  • Premiere: 29.11.2025
  • Sprache: DE

Vorstellungen

Fr.23.01
Bühnen-Buddy-Tag
19:30 — 21:10
Kammerspiele
So.08.02
19:00 — 20:40
Kammerspiele
+ Einführung 18:30

Beteiligte

Alle Beteiligten
Rollenbesetzung

Bilder

Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein Erlebnis, das einen aufrüttelt und nicht zur Ruhe kommen lässt, bis es aus ist, erschütternd und nun in unseren Gedanken. Viel Applaus für alle Beteiligten!"
Westfälischer Anzeiger, Achim Lettmann

"Ein hartes Thema, überraschend leicht verpackt: In dem Stück 'Amsterdam' der Autorin Maya Arad Yasur, das jetzt in den Bochumer Kammerspielen zu sehen ist, dreht sich fast alles um den Holocaust. [...] Und dennoch gelingt Regisseurin Sapir Heller das seltene Kunststück, dass daraus keine dunkle Geschichtsstunde wird, sondern ein fast schon unverschämt spielerischer Abend, der leichtfüßig daherkommt, ohne den Schrecken unter den Teppich zu kehren. Absolut verblüffend!
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Sven Westernströer

Kooperationen

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