Schluckbeschwerden. Und einen Kloß im Hals, der einfach nicht verschwinden will. Philip, ihr Kollege und seit jeher der „Liebhaber in Gedanken“, hat ihr deswegen einen Farbtherapeuten empfohlen. Und da wird Cheryl Glickman, Anfang 40 und alleinstehend, ihm zuliebe auch hingehen. Auch wenn sich schließlich herausstellt, dass der über 60-jährige Philip eine andere liebt. Und – diese andere erst 16-jährig ist. Eines Tages zieht Clee, die grad 20-jährige Tochter ihrer Chefs, bei Cheryl ein. Clee hängt vor allem ab: Sie mag Fernsehen, Chips und Cola light. Zunächst heißt es, sie bleibe nur für ein paar Tage. Doch dann breitet sie sich lust- und gewaltvoll in Cheryls Leben aus. Sie stellt auf den Kopf, was vermeintlich geordnet und in Systeme gefasst worden war. In ihrer beider Welt ist plötzlich alles möglich: jede Welt. Und jede Rolle darin.

Gemeinsam mit den Schauspielerinnen Maja Beckmann und Anna Drexler, der Sängerin Brandy Butler und der Videokünstlerin Rebecca Meining bringt Christopher Rüping den Erstlingsroman von Miranda July – Sprachrohr moderner Großstadtbewohnerinnen, ihrer Befindlichkeiten und (sexuellen) Neurosen – auf die Bühne. „Jede Zeile eine Überraschung: Wie Miranda July über Männer und Frauen schreibt, ist hochmodern und raubt einem schlicht den Atem“, schrieb Der Spiegel über Der erste fiese Typ, den die Tageszeitung Guardian – neben Tolstois Anna Karenina – unter die zehn eindringlichsten Liebesromane wählte.
 

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  • Miranda Julys Der erste fiese Typ
  • nach dem Roman von Miranda July
    Schauspielhaus
  • in einer Fassung des Ensembles
    aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs
  • Regie: Christopher Rüping
  • Premiere: Mai 2023
Eine Produktion der Münchner Kammerspiele, übernommen vom Schauspielhaus Zürich
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Pressestimmen:

Es ist eine Freude, Anna Drexler und Maja Beckmann zuzusehen, wie sie lustvoll durch diese turbulente, oft hochnotkomische Lebensnummernrevue toben.
Süddeutsche Zeitung

Durch und durch konstruiert, mit den einfachsten Mitteln und großer Schauspielkunst: Mirandy Julys Der erste fiese Typ zeigt, was ein Roman im Theater verloren hat.
FAZ