Schöpferwahn und Gottkomplex und dazwischen ein Gewitter.

Die 18-jährige Mary Shelley sitzt mit Ehemann Percy und Lord Byron bei Regen am Genfer See, sie diskutieren über das Prinzip des Lebens, über Somnambulismus, über Experimente, in denen aus toter Materie Leben entsteht. Ein Plan reift heran: Jede*r schreibe eine Schauergeschichte und stelle sie den anderen vor. So entsteht das wahrscheinlich berühmteste Werk der englischen Romantik: Mary Shelleys Frankenstein.

Victor Frankenstein, Student der Medizin, erschafft das Unglaubliche: Aus verschiedenen Leichenteilen baut er einen neuen, lebenden Menschen. Doch seine Schöpfung erschüttert ihn so sehr, dass er sie verstößt und flüchtet. Fortan ist ihm seine Kreatur auf den Fersen, einen Platz in der Welt suchend, Liebe und schlussendlich Rache.

„Hab ich’s von dir, mein Schöpfer, denn erbeten, / Dass du aus Lehm zum Menschen mich geformt?“ In Zeiten sich rasant entwickelnder KI-Technologie stellt sich die Frage, ob sich der Mensch zum Schöpfer erheben darf und was passiert, wenn die Schöpfung zurückschlägt, noch einmal neu. Regisseur Tom Schneider, bekannt für musikalisch dichte und choreografisch genaue Arbeiten, hat in Bochum bereits Am laufenden Band und, als Teil des Farn.collectives, zu dem auch Sandra Hüller gehört, u. a. Bilder deiner großen Liebe und Die Hydra gezeigt.

Mehr Weniger
  • Ort: Schauspielhaus
  • Premiere: 18.10.2024
Fr.18.10
Premiere
Schauspielhaus
Alle Beteiligten