Judas handelt von einem Mann, dessen Name für Verrat steht. Ein Mann, der jahrhundertelang von jedem geschmäht wurde. Doch wäre ohne diesen Menschen und ohne seinen Judaskuss das Christentum nie zu einer der großen Weltreligionen geworden. Es gibt in jedem Zeitalter Spekulationen über Judas und seine Motive. Nach zweitausend Jahren ist es an der Zeit, dass Judas selbst spricht: Er inszeniert einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht hin möchte: zu dem Judas in sich selbst. – Steven Scharf wurde für diese Rolle 2013 zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt.

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Steven Scharf gibt dem Apostel eine schroffe, schnörkellose Diktion, mit der er zu verstehen gibt, dass er es war, der mit dem Verrat alle Schuld auf sich lud. Scharf ist ein Judas von beeindruckender Klarheit. In der kunstvollen Unterbelichtung des Raums ist er ein Schmerzensmann wie an den Eisernen Vorhang gemalt. Am Ende der deutschsprachigen Erstaufführung gab es lang anhaltenden Applaus für ein außerordentliches Stück Schauspielerei.
Abendzeitung

Johan Simons hat den luziden Text ohne naturalistischen Gestus in eine starke szenische Form verwandelt. Vor allem aber hat er einen großartigen Schauspieler. Steven Scharfs Aura sprengt das szenische Korsett nicht, aber sie überragt es. Es ist ein spannender Abend und der Abend eines formidablen Darstellers, der ganz zu Recht mit Beifall überschüttet wird.
nachtkritik.de

Ein schauspielerischer Gewaltakt, körperlich wie mental, für Steven Scharf, der letztlich nur über seine Stimme die Spannung halten muss. Sie ist voll und raumfüllend, doch ohne Pathos, obwohl sie immer wie kurz vor einem Tränenausbruch klingt. (...) Nach der einstündigen Aufführung intensiver Applaus eines emotional tief betroffenen Publikums.
Donaukurier