After Work zeichnet in ruhigen, traumartigen Bildern Momentaufnahmen aus der Geschichte der Arbeit nach. Mit Tanz, mit Schauspiel, mit Musik, mit Text. Eine hybride Zusammenkunft unterschiedlicher Darstellungsweisen, wobei die Grenzen der Kunstdisziplinen verschwimmen. Beteiligt sind eine Tänzerin, vier Schauspieler*innen und eine Bondage-Künstlerin, die sich auf die japanische Fesselungs-Tradition des Shibari spezialisiert hat. Diese Stationen-Reise in stillen, humorvollen bis hin zu grotesken Tableaus bietet den Zuschauerinnen und Zuschauern ein spielerisches, offenes Feld an Assoziationen.

Ein Blick zurück in die Zeit der Renaissance als Proto-Kapitalismus. Die Momentaufnahme der Entdeckung der Hand als dem entscheidenden Werkzeug für die Menschwerdung des Affen. Der Auftritt des Bergmanns aus dem Ruhrgebiet als Repräsentant der Arbeiterschaft in der Zeit der Industrialisierung. Er wird abgelöst von Büroangestellten in grauen Anzügen, die von einem Business-Coach behandelt werden, der sich als schamanenhafter Heiler gebärdet. Von der Euphorie zur Selbstoptimierung zur Selbstaufgabe zum Burnout.

Und schließlich führt After Work in die Zukunft einer von Robotern, von Künstlicher Intelligenz, von Algorithmen dominierten Welt, in der die menschliche Arbeit überflüssig geworden zu sein scheint. Ist das Nichtstun ein Zustand totaler Glückseligkeit? Oder werden die vermeintlichen Befreiungstechnologien eine Fessel für den Menschen von morgen?

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So, 19.01.
19:00 - 20:30
Fr, 31.01.
19:30 - 21:00
So, 09.02.
19:00 - 20:30
Sa, 22.02.
19:30 - 21:00
So, 23.02.
17:00 - 18:30
weitere Termine:
Mi, 26.02.
19:30 - 21:00
  • CBplayer 1.2.4
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Video-Trailer After Work
(c) Michael Saup
 
  • Uraufführung
  • Premiere: 11.01.2020
Team:
Pressestimmen:

Mit viel Musik, wenig Text und einer Menge Tanz gelingen beeindruckende Bilder.
WAZ, Sven Westernströer