Können wir uns eine Zukunft vorstellen, in der es weniger um Unterscheidung und Unterwerfung geht als um das, was uns verbindet? Wäre ein besseres Morgen nicht eines, in dem sich die Menschen nicht mehr der Welt gegenüber positionieren, sondern sich als Teil von ihr begreifen? Ciao, Kapitalismus; ciao, Patriarchat; ciao, Mensch, du Krone der Schöpfung!

Ein neues Denken wird gefordert – individuell wie gesellschaftlich, politisch, ökologisch, ästhetisch. Die Transformationen, die auf uns zukommen, betreffen sämtliche Aspekte des menschlichen und unmenschlichen Lebens: Wie steht es mit unserem Verhältnis zur Natur, zur Technologie und nicht zuletzt zu uns selbst?

Ausgehend von Texten Donna Haraways und anderer Autor*innen, in denen der Mensch und der Kapitalismus aus dem Zentrum des Denkens gerückt werden, versucht sich The Shape of Trouble to Come an utopischen Erzählungen eines möglichen Morgen. Dabei geht es auch um die Erprobung alternativer, hybrider Formen des Musiktheaters, in denen die Zukunft entworfen wird, anstatt immer wieder die Vergangenheit zu beschwören.

In den Ruinen des Kapitalismus träumt das FARN. collective von einer Welt, in der sich die Menschen wieder als Teil eines größeren ökologischen Zusammenhangs begreifen. Mit Donna Haraways utopischer Mensch-Schmetterlingshybride Camille besingen sie künftige Lebensformen und tanzen auf den Überresten des Anthropozäns. Hinter dem FARN. collective stecken die Theatermacher*innen, von denen am Schauspielhaus Bochum schon die viel beachteten Inszenierungen Bilder deiner großen Liebe nach Wolfgang Herrndorf sowie Die Hydra nach Texten von Heiner Müller zu sehen waren.

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Mi.26.01.
Premiere
  • The Shape of Trouble to Come
  • Ein posthumanes Ritual
  • von FARN. collective
  • Regie: Tom Schneider
  • Uraufführung
  • Premiere: 26.01.2022
Eine Produktion von FARN. collective in Koproduktion mit dem Schauspiel Leipzig und dem Schauspielhaus Bochum
Team: