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In einem roten Audi A6 macht sich der Held von Wien auf nach Berlin, um Bundeskanzler zu werden. Er hält an Autobahnraststätten und Penny-Parkplätzen, gerät in linke und rechte Demos, parkt mal vor dem Bundestag, mal auf einem Zirkusplatz und landet im Verhörzimmer der Polizei. Auf den Etappen trifft er auf skurrile Gestalten, die von einer apokalyptischen Zukunft zeugen, Pfarrer und Rabbis, Gott und sein zorniges jüdisches Ebenbild G'tt, Bekannte aus der Politik wie Gregor Gysi, Olaf Scholz und Alice Weidel. In rasanten Szenen, ständig getrieben vom roten Audi, der mit laufendem Motor wartet, erkundet er seine Identität, seinen Glauben und seine Sexualität, die er fortwährend in den Kontext der aktuellen politischen Verhältnisse setzt. 

Yevgeniy Breyger, geboren 1989 in Charkiw (Ukraine), zählt zu den prägenden deutschsprachigen Gegenwartslyrikern. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Christine-Lavant-Preis, dem Klopstock-Preis für neue Literatur und dem Literaturpreis der deutschen Wirtschaft. Sein erzählendes Langgedicht hallo niemand (2026) ist humorvolle Politsatire und zugleich ernsthafte Auseinandersetzung mit drängenden Fragen nach der Versehrtheit des Körpers und des Geistes in Zeiten von Krieg und totalitärer Realitätserzwingung. 

In der Uraufführung von hallo niemand entwirft Regisseur Lucien Strauch im Oval Office einen theatralen Deutschland-Reise-Bericht voller absurdem Witz, angemessener Verzweiflung und notwendigem Größenwahn – denn wie sonst ließe sich dieser (düsteren) Gegenwart begegnen?

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Informationen zum Stück

  • hallo niemand
  • Roadtrip in Versen
  • von Yevgeniy Breyger
  • Ort: Oval Office
  • Premiere: 13.11.2026
  • Sprache: DE

Beteiligte