Text

»Was für eine Hommage an so viele Leben, die nie erzählt wurden« (Fatih Akin) 

Der Ort ist ein Stadtviertel. Die Zeit ist die Apokalypse. Das glauben jedenfalls immer mehr, angestachelt von einer durchs Netz rasenden Prophezeiung. Durch das wilde, kaputte Viertel, in dem man trotz allem zusammenhält, streift währenddessen die junge Sanya, eine Pistole im Rucksack – bis sie eines Tages eine seltsame Gestalt trifft. Zwischen furiosem Epos und buntestem Pop, zwischen existenzieller Oper und wärmster Soap fragt Şeyda Kurt, welche Chancen im Zerfall aller Ordnungen liegen. Sanya und ihre schillernde Wahlfamilie sind tief verstrickt in die über Grenzen und Zeiten reichende Geschichte ihrer Gemeinschaft. Können wir anders leben? Aufwühlend, klug und alles verändernd ruft dieses Ereignis von einem Romandebüt: Ja.

Şeyda Kurt, geboren 1992 und aufgewachsen in Köln-Kalk, arbeitete u.a. für Zeit Online und Deutschlandfunk Kultur sowie für Podcasts, etwa mit der preisgekrönten Arbeit 190220 – Ein Jahr nach Hanau. Sie kuratierte u.a. für das Literarische Colloquium Berlin und das Goethe-Institut, moderiert die Gesprächsreihe What a Crime am Schauspielhaus Bochum, verfasste gefeierte Theatertexte und war Mitherausgeberin des Sammelbandes Spiel*Kritik. Kritische Perspektiven auf Videospiele im Kapitalismus. 2021 erschien ihr Bestseller Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist, 2023 der Bestseller HASS. Von der Macht eines widerständigen Gefühls. Auf Instagram folgen ihr über 70.000 Menschen.

 

Mehr Weniger

Informationen zum Stück

  • Şeyda Kurt: Zeit der Monster
  • Ort: Kammerspiele

Vorstellungen

Mo.09.11
Lesung, Gastspiel
19:30
Kammerspiele

Beteiligte

Bilder