Ein nie verfilmtes Drehbuch aus den 1990er Jahren ist Startpunkt für einen überraschenden Theaterabend über das Konzentrationslager Dachau. Die Bühne ist ein Filmset im Jahr 1993, in dem ein Regisseur und seine Schauspieler*innen Szenen probieren: Der Film soll die Geschichte einer Busreise erzählen, die ehemalige niederländische KZ-Häftlinge unternehmen, um die Gedenkstätte Dachau zu besuchen. Sie alle waren als Widerstandskämpfer zwischen 1940 und 1945 dort inhaftiert. Auch ihre Flashbacks sollen filmisch eingefangen werden. Doch wie das Lager darstellen? Was darf, was kann man zeigen? Und: Wie kann ein Erinnern an den Krieg und die Shoah im 21. Jahrhundert gelingen? Mit welchen Mitteln, mit welchen Geschichten, mit welchen Formen erreicht ein Theaterabend die junge Generation?
 

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Fr.24.02.
19:30 — 21:00
+ anschließend Publikumsgespräch
So.19.03.
19:00 — 20:30
Sa.25.03.
19:30 — 21:00
+ anschließend Publikumsgespräch
So.26.03.
19:00 — 20:30
  • CBplayer 1.2.4
00:00 / 00:00
Trailer: Siegersbusch Film
  • Premiere: 05.11.2022
Eine Produktion von Schauspielhaus Bochum und De Warme Winkel, Koproduzent Internationaal Theater Amsterdam
Team:
Rollenbesetzung:
Pressestimmen:

Ein schmerzlicher, intelligenter Abend. [...] Zeitliche Ebenen und unterschiedliche Performance-Formate überschlagen sich ebenso schnell wie die Emotionen beim Zuschauen. Lachen, Erschrecken, Staunen, Neugier, Beklemmung wechseln sich ständig ab. [...] Alles ragt ineinander, überfordert und überzeugt.
nachtkritik.de, Sarah Heppekausen

Ein bemerkenswerter Abend voller Zweifel und Überfrachtung.
Theater heute, Dorothea Marcus

Vincent Rietveld und Ward Weemhoff finden mit ihrem Kollektiv Bilder, die in ihrer Unsicherheit genau richtig erscheinen. Bilder, die zeigen, dass auch jetzt nicht vergessen werden darf. Wie sollen wir uns in Zukunft erinnern? Das müssen wir ausprobieren, mutig sein. De Warme Winkel und das Bochumer Ensemble zeigen, wie es gehen kann.
WDR 5 Scala, Elisabeth Luft

Mehr Pressestimmen

Die Inszenierung schafft einen großartigen Spagat zwischen authentischer Analyse und schwarzem Humor, der die Hollywood-„Aufarbeitung“ und den bundesdeutschen Umgang mit Vergangenheit aufs Korn nimmt. Dabei tragen die wunderbaren Protagonisten zwischen Holzkubus und Ruheraum die Last des Transports, der performative Züge zwischen den unterschiedlichen filmischen Erzählweisen und manchmal sogar einen Anflug von Konzeptkunst trägt. […] Prädikat: Besonders wertvoll.
trailer-Magazin, Peter Ortmann