PLATTFORM: Er hatte nicht mehr damit gerechnet: Im Thailandurlaub trifft der Beamte Michel, desillusioniert und ohne Hoffnung auf ein spektakuläres Leben, auf Valérie. In ihr findet er nicht nur eine freizügige Sexpartnerin, sondern auch die Liebe seines Lebens. Gemeinsam mit ihrem Chef entwickeln sie das ultimative Reisemodell des Kapitalismus: ein Clubangebot für Sextouristen – all inclusive. Doch der geschäftliche Erfolg und das romantische Glück werden abrupt durch einen islamistischen Terroranschlag beendet. Ein schonungsloses, durchaus witziges und hoch politisches Gesellschaftsporträt.
> Einzelvorstellungen von Plattform

UNTERWERFUNG: François verfolgt die Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Die alten Parteien haben sich mit dem Spitzenkandidaten der muslimischen Partei verbündet, um den rechten Front National zu verhindern. Der charismatische Muslimbruder, Mohammed Ben Abbes, vereint immer mehr Stimmen auf sich, dabei kommt es in Paris zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen. François flüchtet aus der Stadt. Als er zurückkehrt, ist sein Land ein anderes: ein muslimisches. Ben Abbes ist Staatspräsident, er führt die Theokratie ein, die Scharia, das Patriarchat und die Polygamie. Wird auch François konvertieren?
> Einzelvorstellungen von Unterwerfung

 

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  • Ort: Schauspielhaus
  • Dauer: 4:15h inkl. eine Pause
  • Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
  • Tags: #Schauspiel
Sa, 30.11.
18:00 - 22:15
+ 17:15 Einführung + anschließend Publikumsgespräch
Sa, 07.12.
18:00 - 22:15
  • CBplayer 1.2.4
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Video-Trailer: Plattform/Unterwerfung
  • Premiere: 19.01.2019
Die Erstinszenierung von Unterwerfung entstand 2017 in Kooperation von NTGent und Action Zoo Humain und Chokri Ben Chikha.
Team:
Rollenbesetzung:
Pressestimmen:

Johan Simons inszeniert unangestrengt präzise, leichthändig, mit vielen kleinen schillernden Brechungen.
FAZ, Andreas Rossmann

Der Stoff: hochpolitisch, brisant. Die Inszenierung: spielerisch, intelligent. Ein toller Abend. 
WDR Westart, Peter Scharf

Ein Doppelabend, dessen Teile überraschend stimmig ineinandergreifen und in der Summe eine bitterböse Agonie-Farce ergeben.
Kölner Stadt-Anzeiger, Regine Müller

Mehr Pressestimmen

Was beide Abende verbindet, ist ein unglaublich sprühendes, spielwütiges Ensemble – wie eigentlich immer bei Johan Simons – immer wieder auch überraschende Bilder, auch melancholische Bilder, in denen alles mal zum Stillstand kommt.
WDR 3 Mosaik, Stefan Keim

Ein durchaus aufrüttelnder Theaterabend auf hohem spielerischen Niveau.
WDR 3 Mosaik, Stefan Keim

Das Ganze hat erheblichen Witz und Stefan Hunstein als Michel zeigt genüsslich mit fettigen, strähnigen Haaren und Jogging-Hose den hässlichen, aber bei den Frauen erfolgreichen Versager. Er findet die richtige Mischung von Verzweiflung, Larmoyanz und Selbstironie für dieses Houellebecq-Double.
nachtkritik.de, Gerhard Preußer

Houellebecq und seine Psychopathologien des schlappen westlichen Mannes in einer herrenlosen Schöpfung sollten auf kleiner Flamme garen. Das gelingt in Bochum meisterhaft.
kultur.west, Andreas Wilink

Lässig großzügig, in höherer Heiterkeit und zauberischer Ironie schafft Simons souverän einfache szenische Auflösungen für Situationen und Kombinationen.
kultur.west, Andreas Wilink

Moog und Hunstein waren Erste unter Gleichen in einem internationalen Ensemble, das gleichfalls Darstellertheater ‚vom Feinsten‘ zelebrierte.
WAZ, Jürgen Boebers-Süßmann

Plattform und Unterwerfung sind keine theaterkost für den Sofortverzehr. Es sind Aufführungen, die fordern, die einen bedrängen. Und die einen nicht so leicht loslassen.
WAZ, Jürgen Boebers-Süßmann

Ein bitterböses, mitunter krachend komisches Untergangs-Crescendo.
taz, Regine Müller

Simons reduziert Houellebecqs mäandernde und manchmal bewusst zur Geschwätzigkeit neigenden Romane virtuos auf ihre Essenz: Auf die sexuelle Frustration des ausgebrannten, von Konsumsucht und Leistungsdruck ermüdeten Westeuropäers mittleren Alters sowie die dumpfe Bedrohung, die vom Aufstieg des Islam und den fatalen Verheißungen politischer Radikalisierung ausgehen.
taz, Regine Müller

Johan Simons und seinem Team ist mit diesem verblüffenden, nämlich gar nicht provokant wirkenden Abend ein weiterer Coup gelungen. Und das liegt vermutlich daran, dass der bärbeißige Schalk des Niederländers mit dem düsteren Witz des Franzosen auf eine merkwürdige Art harmoniert.
Süddeutsche Zeitung, Martin Krumbholz