Florenz, 1537. Die Stadt versinkt in Dekadenz, Klerus und Adel verbrauchen sich in kleinen Intrigen und idiotischen Ausschweifungen und das Volk leidet, darbt und resigniert. Lorenzo de Medici, der rechtmäßige Fürst dieser Stadt, ein Liebhaber der Künste, ein Mäzen und ein nachdenklicher, zaudernder Mensch empfindet es als einzige Aufgabe seines Lebens, den amtierenden Fürsten Alessandro zu töten, um der Republik zu neuem Leben und zu neuer Blüte zu verhelfen. Als er es schließlich tatsächlich über sich bringt, dieses Attentat zu begehen, ist es ein Alleingang, der ohne Echo bleibt. Die jungen Studenten, die seine Tat als Fanal sehen und eine Revolution versuchen, sind als Bewegung zu schwach, das System demgegenüber ist korrupt, innerlich ausgehöhlt und absolut unempfindlich gegenüber dieser Tat eines einzelnen Menschen. Was macht einen Menschen zum Attentäter? Ist es etwas „in ihm selbst“, oder ist es etwas, was von gesellschaftlichen Verhältnissen hervorgebracht wird?

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Fr.25.02.
19:30
Premiere
Sa.26.02.
19:30
  • Premiere: 25.02.2022
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